ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 14:42 Uhr

Schrumpfende Seen
Landesbergamt prüft Leag-Vorschläge zur Rettung von Seen

Der Pastlingsee bei Schenkendöbern (Spree-Neiße) ist längst kein Badeparadies mehr. Seit Jahren verlor er Wasser. Inzwischen hilft das Bergbau-Unternhemen Leag bei der Regulierung des Wasserstandes nach.
Der Pastlingsee bei Schenkendöbern (Spree-Neiße) ist längst kein Badeparadies mehr. Seit Jahren verlor er Wasser. Inzwischen hilft das Bergbau-Unternhemen Leag bei der Regulierung des Wasserstandes nach. FOTO: Bernd Settnik
Cottbus. Seit Jahren verlieren Seen nördlich des Leag-Tagebaus Jänschwalde Wasser. Wie groß der Einfluss des Bergbaus dabei ist, steht noch nicht genau fest. Die Leag hat jetzt Vorschläge unterbreitet, wie die Seen in der Gegend um die Neißestadt Guben gerettet werden könnten. Von Simone Wendler

Anfang Juni soll feststehen, wie die immer mehr austrocknenden Seen nördlich des Tagebaus Jänschwalde zusätzliches Wasser bekommen sollen. Bis dahin prüft das Brandenburger Landesbergamt in Cottbus, mit welchen Genehmigungsverfahren die vom Bergbaubetreiber Leag dafür vorgeschlagene Maßnahmen um besten umgesetzt werden können. „Wir werden dann die Kommunen und die Öffentlichkeit darüber informieren, was genau passieren soll“, so der Präsident des Landesbergamtes Hans-Georg Thiem.

Zusätzliche Messpegel eingerichtet

Die Leag hatte ihre Vorschläge kürzlich einer Ende Januar unter Leitung des Umweltministeriums in Potsdam gebildeten Arbeitsgruppe vorgelegt, an der Landesbergamt, Wasserbehörde und andere Fachbereiche beteiligt sind. Nach Angaben von Umweltminister Jörg Vogelsänger (SPD) kürzlich im Umweltausschuss des Landtages hat die Leag auch ihre Überwachung der Grundwassersituation in Tagebaunähe inzwischen durch zusätzliche Messpegel erweitert.

Einigkeit über das Ziel

Das Unternehmen hatte bisher darauf verwiesen, dass der Grundwasser-Absenkungstrichter des Tagebaus Jänschwalde erst jetzt den Großsee, Kleinsee und Pinnower See (alle Spree-Neiße) erreiche. Deshalb sei der seit 2000 beobachtete Wasserverlust in den drei Gewässern nicht auf den Bergbau zurückzuführen, so der bisherige Standpunkt der Leag. Einigkeit herrscht in der Arbeitsgruppe inzwischen darüber, dass in den drei Seen der Wasserstand von 2010 wieder hergestellt und erhalten werden soll. Sie sind beliebte Bade- und Naherholungsgewässer in der Region.

Für den Pastlingsee, der schon 2015 dramatisch Wasser verlor und bereits im Bereich der Grundwasserabsenkung des Tagebaus liegt, liefert die Leag seit Jahren zusätzliches Wasser aus einem Wasserwerk in Jänschwalde. Der See hat sich erholt.