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| 02:38 Uhr

Laiendarsteller meistern ihre Rolle

Tosenden Applaus gab es bei beiden Aufführungen für die Laiendarsteller des Märchenspiels "Eltern spielen für Kinder" im Wilkestift.
Tosenden Applaus gab es bei beiden Aufführungen für die Laiendarsteller des Märchenspiels "Eltern spielen für Kinder" im Wilkestift. FOTO: Ute Richter/utr1
Guben. "Sechse kommen durch die ganze Welt" hieß das 13. Märchen, das beim traditionellen Theater-Vorspiel "Eltern spielen für Kinder" am Samstag im Weiten Raum des Naemi-Wilke-Stiftes zur Aufführung kam. Unterstützt wurden die Laiendarsteller dabei von der Theatergruppe "Bühnenreif" des Wilke-Stiftes. Ute Richter / utr1

Viele Märchen der Gebrüder Grimm haben die Laiendarsteller, die vor allem aus Eltern, Kindern, ehemaligen Eltern und Praktikanten des Kindergartens Wilkestift bestehen, schon auf die Bühne gebracht. Das bekannte Märchen von den sechs Freunden erzählt von der besonderen Fähigkeit eines jeden, die dazu beiträgt, einen ungerechten und habgierigen König zu überlisten und Gerechtigkeit wiederherzustellen.

"Sechse kommen durch die ganze Welt" stellte die Schauspieler und Organisatoren in diesem Jahr vor besondere Herausforderungen. Die gegenüberliegenden Bühnen und der geringe Platz dazwischen verlangten von den Darstellern viel Improvisationsvermögen. Doch bei beiden Aufführungen, die sich zahlreiche Gubener nicht entgehen ließen, meisterten die Schauspieler ihre Aufgabe perfekt. "Das hat so einen Spaß gemacht, und es hat alles richtig gut geklappt", sagte Maximilian Grahl, der den König spielte. Der junge Mann (18), der einst selbst Kind im Stiftskindergarten war, meisterte seine Rolle großartig und stand den erfahrenen, langjährigen Mitstreitern in nichts nach.

"Es war einfach wieder toll zu sehen, wie sich jeder in seine Rolle reinhängt", so Anne Bischoff, die seit Jahren das Drehbuch schreibt und Regie führt. Es sei viel Text von manchem zu lernen gewesen, und jeder habe gut auf den anderen geachtet, weil viele der Mitwirkenden dieses Mal gleichzeitig spielen mussten. Sie erzählt, dass das Stück nicht zufällig gewählt wurde. "Die tiefe Weisheit, dass Freundschaft etwas ganz Wichtiges ist und dass trotz seines Spleens jeder Mensch eine besondere Stärke besitzt, die der Gemeinschaft hilft, das hat uns gefallen und das wollten wir auf die Bühne bringen", sagt sie. Dazu sollte ein Lied her, welches im Originalstück nicht vorhanden ist. So setzten sich Anne Bischoff und Peter Stephan, der die Hauptfigur Klaus Kühn spielte, hin, schrieben einen Text und vertonten diesen. Später sangen ihn alle gemeinsam im Tonstudio ein. "Das hat echt großen Spaß gemacht", so die Regisseurin.

Nicht genug danken könne man dem Wilkestift, das jedes Jahr mit Bühne und Technik unterstützend mitwirkt. Die vielen freiwilligen Helfer, die für die Kostüme und das Schminken sorgten, opferten ebenfalls viel Zeit. Nun freuen sich alle schon auf das nächste Jahr, wenn wieder ein Märchen der Gebrüder Grimm auf die Wilkestift-Bühne gebracht wird.