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| 02:38 Uhr

Kulturzentrum Obersprucke bleibt Dauerthema

Im Kulturzentrum Obersprucke wird gern gefeiert, wie hier bei einem Auftritt der Band Nanu Nana.
Im Kulturzentrum Obersprucke wird gern gefeiert, wie hier bei einem Auftritt der Band Nanu Nana. FOTO: Werner/rww1
Guben. (sha) Der Sozialausschuss der Stadt Guben hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, dass das Kulturzentrum Obersprucke (KZO) auch 2017 von den Vereinen kostenlos genutzt werden kann. Der Haushaltsausschuss hatte das zuvor abgelehnt.

Den von der Verwaltung vorgelegten Beschluss bezeichnet Ausschussvorsitzender Peter Stephan (Linke) als "Quintessenz der Diskussionen der vergangenen Jahre". Für ihn sei der "Fahrplan" klar. Auch der sachkundige Einwohner Thomas Schreiter (Bürgerinitiative "Gläsernes Rathaus") warb um Unterstützung für die Vereine. "Sonst geht die Kultur in Guben den Bach runter", befürchtet er.

Das KZO gehört der Gubener Wohnungsgesellschaft (Guwo). Die Stadt mietet die Räume, die von rund zehn Vereinen genutzt werden, an und zahlt dafür jährlich 24 500 Euro an Miete. Das ist einigen Stadtverordneten zu viel Geld.

Christiane Fritzschka (CDU), Vorsitzende des Haushaltsausschuss, äußert beispielsweise "ihre Grundkritik am Prozedere". Laut Belegungsplan werde das Objekt an insgesamt 662 Stunden pro Jahr genutzt. Das entspreche einen Nutzungsgrad von gerade einmal 7,6 Prozent, betont Fritzschka. Die Stadt zahle demach 37 Euro pro genutzter Stunde. "Das kann es nicht sein, was wir wollen", betont sie.

Fritschka zufolge wäre es besser, den Vereinen das Geld in die Hand zu geben, damit sie sich selbst Räume suchen, die es in Guben bereits für 15 Euro pro Stunde gebe. Davon könnten auch Geschäftsleute profitieren, betont die Stadtverordnete.

Um die Zukunft des KZO wurde bereits in den vergangenen Jahren hart gerungen. Im Gespräch war auch eine Entgeltsatzung für die Vereine. Das sorgte für großen Protest bei den Betroffenen, denen die Gebühren zu hoch waren und denen Alternativ-Treffpunkte im Wohnkomplex (WK) II fehlten. Als nächstes Gremium berät der Hauptausschuss am Montag zum Thema. Das letzte Wort haben die Stadtverordneten am 1. März.