Gubener Schüler machen Theater

Wenn aus einer Kirchenruine ein Theater wird

Gubener Gymnasiasten haben die Kulisse der Stadt- und Hauptkirche zum Tag des offenen Denkmals fürs Theater spielen genutzt. FOTO: Matschke Sebastian / Sebastian Matschke

Guben. Gymnasiasten des Seminarkurses „Zwischen Theater und Pädagogik“ haben „Von den Nachgeborenen“ in der Stadt- und Hauptkirche präsentiert.

Die Gedichte und Stücke von Erich Weinert, Kurt Tucholsky, Theodor Fontane und Bertolt Brecht geben Denkanstöße und regen zum Reflektieren an. Dies dachten sich auch Tutorin Astrid Proske und ihr 12.-Klasse-Kurs. Die Vorführung war ein Zusammenschnitt aus verschiedenen Gedichten und Stückausschnitten oben genannter Schriftsteller, durch den sich ein historischer Faden zog. Widerstand, Trauer, Krieg, Nachkriegszeit waren nur einige Bereiche, die thematisiert wurden. So auch in einem Ausschnitt aus „Die Gewehre der Frau Carrar“, welcher einige Eltern an ihre Jugendzeit erinnert hat, in der sie selbst im Stück mitgespielt hatten. Eine deutsch-polnische Moderation brachte die Zuhörer durch die dreiviertel Stunde.

Untermalt wurde der Auftritt durch Klezmer, traditionell jüdischer Musik, einem Klaviersolo und das in diesem Jahr so oft gehörte Lied „Bella Ciao“, ein italienisches Widerstandslied aus dem Zweiten Weltkrieg, welches hier im historischen Kontext gezielt eingesetzt wurde. „Die Schüler haben es nicht nur super gespielt, sondern auch den Sinn dahinter verstanden“, sagte Referendar Ole Deuter stolz.

Aber nicht nur die Schüler haben über die Hintergründe viel nachgedacht. Auch das Publikum wurde zum Nachdenken angeregt. Teilweise sogar zu Tränen gerührt. Nicht zuletzt liegt das an der Kulisse, in der die Vorführung stattfand. Dies bestätigte auch die Tutorin.