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Veranstaltung
Angelika Mann reist mit Publikum in Vergangenheit

Angelika Mann gab in der Fabrik einen Einblick in ihr Leben. Sie sieht sich selbst als alte Dame.
Angelika Mann gab in der Fabrik einen Einblick in ihr Leben. Sie sieht sich selbst als alte Dame. FOTO: Anke Schade / Schade Anke
Guben. Die „Lütte“ verzaubert am Donnerstag in der Gubener Fabrik mit Witz, Charme und einer lockeren Zunge.

Gut besucht war der Saal in der Gubener Fabrik e.V., als Angelika Mann, wegen ihrer kompakten Größe von allen nur die „Lütte“ genannt, mit viel Witz, Charme und einer lockeren Zunge am Donnerstagabend aus ihrem Leben erzählte. Mit ihren 68 Jahren sieht sie sich selbst als alte Dame, in deren Leben viel aufregendes passierte: von Kindertagen an bis zum heutigen Tage. Von Tagen im katholischem Kinderheim, über die Generationen ihrer Familie vor ihr und über ihre Kindheit, in der sie selbst am liebsten Schlager sang, was nicht gern gesehen war. Sie erzählte von ihrer ersten Liebe, ihren musikalischen Anfängen in der Zeit der DDR als Entdeckung durch Klaus Lenz und ihrer ersten Tournee.

An der Seite von Reinhard Lakomy tourte sie durch die Städte und genoss es, auf der Bühne zu stehen, denn die war ihr zweites Zuhause. Der Höhepunkt ihrer musikalischen Karriere war die Zusammenarbeit mit Manfred Krug und die LP „Ein Hauch von Frühling“.

Selbst sieht sich Angelika Mann als gängige Schlagersängerin, aber wer sie einmal erlebt hat, weiß, die kleine Powerfrau ist mehr als nur das. Sie nimmt sich und andere gern auf die Schippe, und das zeigte sie an diesem Abend auch in zwei kleinen Filmen über ihr Leben. Mit ihrer Bühnenpräsenz beeindruckte sie als Lucy in der „Dreigroschenoper“ im Theater des Westens oder als Hexe in „Hänsel und Gretel“. Viele kennen ihre unverwechselbare Stimme aus dem „Traumzauberbaum“, und wer an diesem Abend im Publikum saß und ihr zuhörte, weiß, von Angelika Mann werden wir noch lange etwas hören. Denn getreu ihrem Lebensmotto „Geht nicht, gibt`s nicht“ wird sie weiterhin die großen Bühnen erobern und als eine ganz „Große“ die Menschen unterhalten.

Die nächste Veranstaltung in der Fabrik findet bereits diesen Sonntag, 29. Oktober, statt. Denn immer am letzten Sonntag im Monat gibt es einen Familiennachmittag. Die Gäste sind ab 14.30 Uhr eingeladen, sich ein paar schöne Stunden zu machen. Für die Betreuung der Kleinen ist gesorgt. Spiele, kreative Basteleien und sportliche Aktivitäten werden vom Team im Zippel und im Saal des WerkEins angeboten.

(ase)