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| 20:19 Uhr

Konzert
40 Schattierungen Grün und ein Whisky zum Schluss

Wolfgang Dannat entführte die Besucher mit seiner Gitarre und spannenden Geschichten ins Grüne Irland.
Wolfgang Dannat entführte die Besucher mit seiner Gitarre und spannenden Geschichten ins Grüne Irland. FOTO: Ute Richter
Guben. Dass Wolfgang Dannat den Spitznamen „Spree-Neiße-Ire“ berechtigt trägt, bewies er bei einer etwas anderen Herbstlesung.

In der Stadtbibliothek Guben hat am Mittwochabend die vorletzte Veranstaltung im Rahmen des Leseherbstes im Zeichen der Farbe Grün gestanden. Unter dem Motto „Fourty Shades of Green – Irland, mehr als nur 40 Schattierungen von Grün“ präsentierte der Forster Musiker, Maler und Autor Wolfgang Dannat den Besuchern Irland auf besondere Weise. Wer einen Vortrag mit Lichtbildern, Fakten und Daten erwartet hatte, wurde enttäuscht. Vielmehr präsentierte Dannat Musik der grünen Insel, selbst erlebte Geschichten, selbstgemalte Bilder und Auszüge aus Büchern, die bekannte oder weniger bekannte Schriftsteller über Irland geschrieben haben.

Wolfgang Dannat trägt den Spitznamen „Spree Neiße Ire“ aus gutem Grund: Er bereiste die grüne Insel mehrfach, spielte dort in diversen Pubs und lebte und arbeitete aber auch eine zeitlang in Schottland. Sein halbes Herz schlägt irisch, wie er selbst sagt. Und deshalb fiel es ihm nicht schwer, die zahlreichen Besucher an diesem Abend mit auf die Reise auf diese Insel zu nehmen und sie mit der ihm eigenen Begeisterung anzustecken. Sie begegneten dabei Menschen, Landschaften, Schafen und Whiskey und in mehr als 40 Schattierungen dem Grün, das den Künstler so an dieser Insel fasziniert. Der Wechsel von Liedern und Texten machte diesen Abend so spannend. Es war offensichtlich die Neugier der Besucher, die sie zu dieser Veranstaltung trieb. Welche, die selbst schon in Irland waren und jene, die gern einmal dorthin möchten.

Dannat berichtete von Tagen ununterbrochenen Regens, von Armut und menschenleeren Dörfern. Aber auch von sattem Grün, von Kaminen in den Häusern, der Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Menschen. Er sang Lieder von Jonny Cash, den Dubliners und anderen. Er begleitete sich auf der Gitarre, spielte dazu ab und zu auf der Mundharmonika. Und wäre der Whisky, den Dannat mitgebracht hatte, schon während der Veranstaltung ausgegeben worden, wäre die Irish-Pub-Stimmung perfekt gewesen. So war die Whisky-Verkostung ein schönes Abschluss eines unterhaltsamen Abends.