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Künstler bannt Gubener Motive auf Riesenhut

David Heier gestaltete einen der überdimensionalen Hüte.
David Heier gestaltete einen der überdimensionalen Hüte. FOTO: utr1
Guben. Parallel zum Gubener Appelfest fand auch in diesem Jahr die Museumsnacht am Vorabend des bundesweiten Tages des Denkmals statt. Dies Mal ging es ums Gestalten und Entdecken. utr1

Unter dem Motto "Handwerk-Kunst und Kreativität beiderseits der Neiße" wurden vor allem deutsche und polnische Kinder und Jugendliche aktiv. Bei einem Graffiti-Projekt direkt auf dem Appelfestgelände konnten überdimensionale Hüte gestaltet werden. In Zusammenarbeit mit dem Jugendklub Comet hatte sich Museumsleiterin Heike Rochlitz dieses Projekt ausgedacht. Im Comet wurden auch die Hut-Rohlinge gefertigt. 19 Hüte haben die Projektteilnehmer gestaltet. Einen hat Graffiti-Künstler David Heier mit Motiven Gubens besprayt. Wie man es von dem jungen Mann beispielsweise schon vom Buswartehäuschen in der Flemmingstraße kennt, ist ein einzigartiges Exemplar entstanden, welches seinen Platz im Gubener Stadt- und Industriemuseum bereits am Samstagabend gefunden hat. Auch alle anderen Graffiti-Hüte sind ab sofort für vier Wochen im Museum zu bewundern.

Geschichten in deutscher und polnischer Sprache gab es erstmals im Rahmen der Museumsnacht in der Bibliothek. Museumsmitarbeiter Kerstin Mattner hatte sich mit ihren Kolleginnen aber noch etwas ganz Besonderes ausgedacht: Fantasy Library war für echte Fantasyfans gedacht. Kinder und Jugendliche in Kostümen wurden mit jeder Menge Aktionen erwartet. Und ein paar waren tatsächlich auch gekommen. Ulrike Schöll hatte sich in einen mittelalterlichen Elf verwandelt. Sie steht sehr auf Fantasy und hatte große Freude am Entwerfen des Kostüms. Auch Bibliotheks-Azubi Maya Voigt hatte sich in ein schickes Magier-Kostüm als Inspiration einer Mangafigur geworfen. Für sie standen ein professionelles Fotoshooting, eine Manga-Malstation und vieles andere bereit.

Geöffnet hatte im Rahmen der Museumsnacht auch die Ausstellung des Gubener Tuche und Chemiefasern e.V. in den Ausstellungsräumen unter der Musikschule. Auch dort kamen zahlreiche Besucher vorbei.