(dsf) Eine Bitte der Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung Berit Kreisig (WGB) hat in der jüngsten Sitzung des Stadtparlaments für Diskussionen gesorgt. Kreisig hatte die Stadtverordneten gebeten, Anfragen möglichst schriftlich zu stellen. Einerseits spare das in der Sitzung Zeit, andererseits erlaube das der Verwaltung, qualifizierte Antworten zu geben, auch, wenn dafür Recherche notwendig sei.

Daniel Münschke (AfD) kritisierte diese Bitte und argumentierte, gerade in der öffentlichen Sitzung, in der Einwohner und Presse anwesend seien, sei es wichtig, dass die Stadtverordneten mit der Verwaltung sprechen.

Künftig, so erklärte Berit Kreisig, sei geplant, dass die Antworten auf schriftliche Anfragen öffentlich in der Sitzung verlesen würden, insofern bedeute die Neuorganisation keine eingeschränkte Transparenz. Zur Zeitfrage sagte Münschke, dass das Parlament auch bis nach 23 Uhr sitzen müsse, wenn die Themen es verlangten.

Auf den Einwand von Kreisig, dass nach 22 Uhr laut Geschäftsordnung der Stadtverordnetenversammlung keine weiteren Tagesordnungspunkte aufgerufen würden, erwiderte sowohl Christiane Fritzschka (CDU) als auch Münschke, dass bis 23 Uhr getagt werden könne, wenn der aktuelle Tagesordnungspunkt noch diskutiert werde.