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Kriegsgefangenenlager befand sich auf einem Sportplatz

Zum Artikel „Danach hörte man Gewehrschüsse“ , RUNDSCHAU vom 16. Juli, Seite 14, schreibt W. Nogatz aus Guben folgendes: Vorgeschichte: Wir wohnten in der Kuschener Straße 1 im Norden Gubens. Dort habe ich auch meine Kinderjahre verbracht.


Wir Jungen wussten immer ziemlich genau Bescheid, wenn sich wo etwas neues tat. Das traf auf die Schießstände wie auch auf den Königspark zu.
Jetzt zur oben genannten Aussage: Im Königspark gab es kein Kriegsgefangenenlager, jedenfalls nicht während des Zweiten Weltkrieges. Das erwähnte Kriegsgefangenenlager wurde auf dem Sportplatz des Sportvereins Spielvereinigung Guben in der Ratzdorfer Straße 2 errichtet.
In diesem Lager waren Franzosen sowie die genannten jüdischen Frauen und Italiener untergebracht. Die einzelnen Abteilungen waren entsprechend gesichert. Die Franzosen konnten sich völlig frei bewegen. Das Gelände wird heute überwiegend vom Gubener und Gubiner Klärwerk genutzt.