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| 01:29 Uhr

Kreistagsabgeordneter kritisiert Pieck-Gedenken

Bärenklau/Guben. Der DSU-Kreistagsabgeordnete Adalbert Gloyna aus Bärenklau kritisiert die Wilhelm-Pieck-Gedenkveranstaltung der Linken, die auch Anfang dieses Jahres in Guben stattfand, heftig. Er könne nicht erkennen, welches politische Wirken von Wilhelm Pieck zu würdigen sei.

Pieck habe von Anbeginn an keine Heimatvertriebenen und Flüchtlinge gekannt, sondern diese als “Umsiedler„ herabgewürdigt. Auch zum Tausendfachen Mord in den Lagern der Sowjetischen Besatzungszone habe er geschwiegen, gleiches gelte für den Arbeiteraufstand am 17. Juni 1953, so Gloyna in einem Brief an die RUNDSCHAU.

Die von Wilhelm Pieck 1945 angekündigte Bodenreform unter der Losung “Junkerland in Bauernhand„ habe von 1958 bis 1960 zur Zwangskollektivierung und Bildung von LPG geführt. Damit seien viele Menschen zur Flucht aus ihrer Heimat in die BRD getrieben worden, so Gloyna.

Aus Sicht des Kreistagsabgeordneten solle das politische Wirken Piecks nicht gewürdigt werden, sondern vielmehr als Mahnung dienen. “Damit niemals mehr eine Diktatur in Deutschland entstehen kann„, schließt der Kreistagsabgeordnete seine Ausführungen. dz/mha