Von Thomas Engelhardt

Auf dem Gelände des Naemi-Wilke-Stifts wird seit Wochenbeginn wieder gebaut. Am Montag erfolgte unmittelbar neben dem Haus 5 der erste Spatenstich für ein neues Projekt, den Bau des Hauses 5a, einem Erweiterungsbau, der Verbesserungen sowohl für die Patienten als auch für das Personal mit sich bringen wird. Vorgenommen wurde der symbolische Akt von Rektor Markus Müller, Verwaltungsdirektor Gottfried Hain und dem Technischen Leiter des Hauses, Matthias Reffke. Zudem griffen Matthias Bärmann vom Planungsbüro Bärmann & Partner und Frank Unger von Unger-Bau zum Spaten.

Der Neubau sei ein Beweis dafür, dass es im Wilkestift eine ständige Weiterentwicklung gebe, die auch immer wieder ein neues Raumkonzept erfordere, betonte Müller. Das Projekt sei rund anderthalb Jahre lang geplant worden. Über vier Etagen werde eine Nutzfläche von rund 500 Quadratmetern geschaffen. Im Erdgeschoss würden durch die Erweiterung neue Räumlichkeiten für die Krankenhausambulanz geschaffen, die parallele Sprechstunden ermöglichen. Dies sei, so Müller, positiv für die Patienten wie auch für die Mitarbeiter.

In der ersten Etage des Neubaus sollen Strukturverbesserungen für die Intensivmedizin und in der zweiten Etage Platz für zusätzliche Betten der chirurgischen Abteilung geschaffen werden. Nicht zuletzt die Tatsache, dass das Wilkestift inzwischen auch auf dem Gebiet der Gefäßchirurgie tätig sei, habe die Bettenproblematik verschärft. Gleichwohl werde sich die Gesamtzahl der Betten im Gubener Krankenhaus nicht erhöhen, betonte der Rektor. Diese Zahl werde vom Land Brandenburg vorgegeben.

Im oberen Teil des Erweiterungsbaus werden neue Arztzimmer entstehen, die dann näher an den Stationen liegen. Der Zugang zum Labor wird durch einen Lieferaufzug und ein Rohrpostsystem verbessert. Die Gesamtheit der Maßnahmen sorge auch für eine Entlastung des Personals. Gottfried Hain ergänzte, dass der Neubau eine stetig steigende Nachfrage nach Gesundheitsdienstleistungen des Naemi-Wilke-Stifts unterstreiche.

Die Bauarbeiten werden während des laufenden Krankenhausbetriebes stattfinden. Sie seien so geplant, dass die Arbeitsabläufe der Patientenversorgung möglichst wenig beeinträchtigt werden, heißt es aus dem Stift. Die Baukosten werden sich auf knapp zwei Millionen Euro belaufen, die das Krankenhaus aus Eigenmitteln finanziert.

Termin für die Fertigstellung könnte der Sommer nächsten Jahres sein. „Vielleicht feiern wir die Einweihung ja zu unserem traditionellen Jahresfest“, sagte Hain.

Dass im Wilkestift gebaut wird, hat in den letzten Jahrzehnten schon fast so etwas wie Tradition. Zuletzt war ein neues chirurgisches Ambulanzzentrum entstanden. Und im Jahr 2012 war für rund 3,3 Millionen Euro ein dreigeschossiger Krankenhausanbau eingeweiht worden. Dieser Anbau bildete den Abschluss einer umfassenden Modernisierung, die in drei Abschnitten erfolgt war und bereits im Jahr 1998 begonnen wurde.