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Kraftwerk Jänschwalde fährt wegen Sturm runter

Jänschwalde/Berlin. Das Tief "Sebastian" bringt Deutschland den ersten Herbststurm des Jahres. In Jänschwalde hat die Leag schon reagiert. bob/mit dpa

Der erste Herbststurm der Saison hat Deutschland erreicht. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte am Mittwoch an der deutschen Nordseeküste vor einzelnen Orkanböen mit bis zu 120 Stundenkilometern. Auch im Binnenland soll es im Laufe des Tages kräftig wehen, die Meteorologen rechnen auf exponierten Mittelgebirgsgipfeln mit Böen bis rund 110 Stundenkilometern."Der erste Sturm in diesem Herbst ist vergleichsweise früh dran", sagte ein DWD-Meteorologe in Offenbach.

Der kräftige Wind und die deshalb zu erwartende Menge an Windstrom hat den Kraftwerksbetreiber Leag am Mittwoch reagieren lassen. " #Kraftwerk #Jänschwalde macht Platz für #Windenergie und senkt Leistung von 3000 auf 1100 MW bis #Wind nachlässt", kündigte das Unternehmen via Twitter an.

Die Experten warnten in Norddeutschland vor umstürzenden Bäumen und herumfliegenden Dachziegeln durch das Tief "Sebastian". Nach Angaben des DWD sind neben Hamburg und Schleswig-Holstein besonders Niedersachsen und Bremen betroffen. Auch an der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns seien Böen mit bis zu 110 Stundenkilometern nicht ausgeschlossen. Am stärksten wird der Wind den Prognosen zufolge gegen Mittag und Nachmittag.

Für die Lausitz wurden am Morgen Vorwarnungen herausgegeben. Böen mit lokal 90 km/h oder mehr sind den Angaben zufolge möglich.