(utr) Das Zupf-Streich-Orchester der Städtischen Musikschule „Johann Crüger“ Guben hat zu einem zweistündigen Konzert ins Gubener Volkshaus eingeladen. Alljährlich im Oktober treffen sich die Musiker zu einem Probencamp im Familienzentrum Grießen, wo neue Stücke geprobt und das umfangreiche Repertoire gepflegt wird. Zum Abschluss dieses Wochenendes präsentiert sich das Orchester traditionell mit alten und neuen Musikstücken.

„Spiel mir das Lied vom Tod“ – so begann dieser musikalische Nachmittag. Doch so düster ging es nicht weiter. Im Gegenteil: Wer das Zupf-Streich-Orchester unter der Leitung von Anja Hawlitzki kennt, weiß, da steckt viel Energie und Lust dahinter. „Trotz kurzer Nächte sind viele neue Songs entstanden“, sagte sie.

Einige davon wurden nun präsentiert, doch auch die altbewährten und immer wieder gern gehörten Titel fehlten nicht. Den Titel „Some­where around nothing“ von Apocalytica beispielsweise hat das Orchester schon einmal vor etwa 15 Jahren gespielt. Doch heute sind von dieser damaligen Orchesterbesetzung nur noch ganz wenige dabei, sodass Anja Hawlitzki das Lied neu auflegte. „Ohne dich“, ein Rammsteinsong, arrangierten die Gitarristen des Orchesters neu und ernteten dafür viel Applaus.

Ein Höhepunkt war zweifelsohne der Titel „Bohemian Rapsody“. „Dieses Mal haben wir es endlich geschafft, uns den Queen-Film beim Probenwochenende anzuschauen. Noch in der Nacht wollten alle den dazugehörigen Titel, den wir schon lange im Repertoire haben, spielen“, erzählte die Orchesterleiterin.

Immer wieder gern gespielt und vom Publikum gehört werden auch die Welthits „Nothing else matter“ von Metallica oder „Gimme, gimme, gimme“ von Abba. Viele Lieder komplettierten Gesine Möller, Peter Wiepke und Matthias Haake mit ihren Stimmen.

Dass die Musiker bestens aufeinander eingespielt sind, zeigte sich, als erst bei einem Gitarristen und danach bei einer Violinistin die Saiten rissen. Schnell sprang der Nebenmann musikalisch ein oder die Saite wurde in Windeseile ersetzt.