Der zweite Entwurf des Bebauungsplanes (B-Plan) für das Industriegebiet Guben-Süd liegt vor. Darüber informiert Bürgermeister Fred Mahro (CDU). Ziel ist es, eine zusammenhängende Industriefläche für Investoren zur Verfügung zu stellen. Das Plangebiet umfasst 40 Hektar und befindet sich im Süden des Industriegebietes. Die Kosten in Höhe von 250 000 Euro tragen die Städtischen Werke Guben (SWG), denen auch ein Teil der Fläche gehören, so Mahro.

Die Träger öffentlicher Belange seien bereits in die Vorplanung einbezogen worden, heißt es. „Das alles muss Brandenburg für Tesla erst noch machen“, sagt Mahro mit einem Augenzwinkern. Der E-Auto-Bauer will eine Gigafabrik in Grünheide (Oder Spree) bauen.

In Guben gibt es „aktuell zwei Interessenten für die Fläche“, sagt Mahro. Namen nennt der Bürgermeister nicht. Seit Jahren im Gespräch ist die Ansiedlung einer Hygienepapierfabrik. Die Unternehmen könnten sich dem B-Plan unterordnen, was das Genehmigungsverfahren beschleunige, so Mahro.

Das Industriegebiet umfasst aktuell eine Fläche von 125 Hektar, auf der 40 Unternehmen mit rund 1200 Beschäftigen angesiedelt sind. Zu den größten Arbeitgeber gehören Trevira und Megaflex.

Das Areal liegt teils unmittelbar an der Neiße. „Der Hochwasserschutz wird vom Land Brandenburg als ausreichend angesehen“, sagt Mahro. Es genüge dem Standard HQ 100, einem extremen Hochwasser, das nur alle 100 Jahre vorkommt. Eine Spundwand oder andere Maßnahmen wie in der Gubener Altstadt sind hier nicht vorgesehen.