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Köstlichkeiten locken viele Gubener an

Großer Andrang herrschte am Stand der Confiserie Felicitas.
Großer Andrang herrschte am Stand der Confiserie Felicitas. FOTO: zar1
Guben. Die erste regionale Produktmesse in Guben hat sich als wahrer Besuchermagnet herausgestellt. Sowohl die etwa 20 Aussteller als auch Kunden zeigten sich sehr zufrieden. Besucher konnten in der Alten Färberei nicht nur kaufen, sie konnten vorher auch die Produkte ihrer Begierde probieren. Jana Pozar / zar1

Die Gubener legen viel Wert auf frische Waren aus der Umgebung. Das zeigte die Resonanz auf die Frischemärkte, die im vergangenen Jahr regelmäßig in der Gubener Altstadt stattfanden. "Wir wollten den Anbietern, die sonst auf dem Gubener Wochenmärkten nicht anzutreffen sind, eine Plattform bieten. Und wir hoffen, dass diese dann irgendwann wiederkommen", sagte Uwe Schulz, Leiter des Fachbereichs 3 in der Gubener Stadtverwaltung. Für die Stadt sei es auch wichtig, dass Gewerbe und Vereine sich gemeinsam präsentieren. Schon am Vormittag versicherte Schulz: "Die Resonanz ist überwältigend. Wir hätten nicht gedacht, dass so viele Gubener schon in den ersten Stunden zu dieser Messe kommen."

Ilona Liebeck kam gleich zur Eröffnung. "So etwas kann hier öfter durchgeführt werden. So viele verschiedene Angebote, das ist wirklich toll", sagte die Gubenerin, während sie einen Blick in ihre Tasche wagte. "Klar habe ich gekauft. Marmelade und Brotaufstrich."

Helene Tews vom russischen Spezialitätenladen "Druschba" in Eisenhüttenstadt hatte alle Hände voll zu tun. Ihre Produkte kamen in Guben gut an. Eugenia Fahrentz suchte beispielsweise einen richtig guten russischen Tee. "Ich weiß, dass in Russland viel Tee getrunken wird. Ich will diesen auch probieren. Die Verkäuferin hat mir einen Schwarztee empfohlen, den sie selbst trinkt", so die Gubenerin.

Andrang herrschte auch bei Wolfgang Mattheus aus Rückersdorf (Elbe-Elster). Er ist schon Stamm-Anbieter auf den Gubener Wochenmärkten und kommt gern in die Neißestadt. Mattheus hatte ganz besondere Spezialitäten im Glas parat. Gemüseaufstriche wie beispielsweise Rote Beete mit Apfel und Chili, Holunderbeere mit Apfel und Meerrettich. "Meerrettich ist ein Gemüse aus dem Spreewald, und auf regionale Produkte legen wir viel Wert", erklärte der Inhaber der 1. Gemüsemanufaktur Rückersdorf. Gern bot er den Kunden eine Kostprobe an, auch vom Schokoladen-Eicheln-Aufstrich. Brigitte Werner zögerte nicht lange. "Wir probieren den Aufstrich mit Meerrettich, mit Käse, wie der Fachmann uns empfohlen hat", versicherte sie.

Horst Gluske und Rosemarie Neumann konnten am Stand der Confiserie Felicitas aus Hornow, die erstmals in Guben mit einem Stand vertreten war, nicht vorbeigehen. "Wir sind richtige Süße, müssen einfach probieren. Außerdem kennen wir die Confiserie schon von Besuchen", sagte Horst Gluske, während er genüsslich ein großes Stück belgischer Schokolade lutschte.

"Es läuft gut hier", versicherte Manila Säuberlich vom Stadtrand-Atelier in Guben. "Und es ist super, dass keine Standgebühren verlangt werden", betonte sie.

Das Fazit sowohl der Aussteller als auch der Kunden war gut. "In den nächsten Tagen wird die Messe ausgewertet. Ich denke aber schon jetzt, dass wir diese Messe zukünftig zwei Mal im Jahr durchführen werden", sagte Uwe Schulz.