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| 16:51 Uhr

Politik
Knoll: Keine fachlichen Defizite beim Stadtumbau

Guben. Bürgermeisterkandidat vermisst Ideen für Folgenutzung.

Der Bürgermeisterkandidaten Harald Knoll (FDP) kritisiert die RUNDSCHAU-Berichterstattung zur Vorstellungsrunde am vergangenen Donnerstag in der Alten Färberei. Er habe beim Thema Stadtumbau keine fachlichen Defizite, was speziell die Gubener Situation betrifft, stellt er klar.

Vielmehr seien demografischer Wandel und Städtebau eine Herausforderung, für die es kein Patentrezept gibt, erklärt Harald Knoll in einer schriftlichen Erklärung an die RUNDSCHAU. Trotz Umbaukonzept der Stadt vermisse er Ideen für die Folgenutzung von städtischen Flächen nach dem Abriss von Wohnblöcken. Diese könnten seiner Meinung nach als „verbilligte Bauflächen“ bevorzugt an Einheimische abgegeben werden. Auch den Rückbau von außen nach innen stelle er nicht generell infrage. Allerdings müsse die Planung an die aktuellen städtebaulichen Ziele angepasst werden, erklärt Knoll.

Erst im Oktober 2017 hatten die Stadtverordneten die Fortschreibung des Stadtumbaukonzeptes beschlossen. Dem war eine sehr intensive Diskussion vorausgegangen. Als potenzielle Abrissgebiete bleiben auch weiterhin die Wohngebiete (WK) II und IV ausgewiesen. Allerdings soll der Rückbau künftig „sozial verträglich“ erfolgen. Prognosen zufolge werden bis zum Jahr 2030 insgesamt 2350 Wohnungen in Guben leer stehen.