(chw) Die 400 Werke lagerten bislang im Archiv der Kirche. Für Musiker und Konzerte sind sie nicht mehr geeignet. Dabei liefern die Notenblätter wertvolle Informationen zum kulturellen Geschmack der Zeit. „Die Schrift ist nicht lesbar, aber die Dokumente geben uns einen guten Einblick in die Aufführungspraxis der Kirche St. Marien“, sagt Walter Ederer.

Als Marketingdirektor der Stiftung Stift Neuzelle hat er das Projekt begleitet. Ein Jahr lang dauerte die Digitalisierung der Notenblätter. Für Forschungsprojekte zur Musikhistorie stehen die Werke jetzt im digitalen Bestand der Europauniversität Viadrina zur Verfügung. Wissenschaftlern bieten sie ein wertvolles historisches Reservoir, da es sich um einen weitgehend geschlossenen Sammelbestand der Zeit zwischen 1730 und 1900 handelt. Informationen zum Digitalisierungsprozess wird es im Rahmen eines Colloqiums am Montag, 8. Oktober, um 19 Uhr im Kloster Neuzelle geben.