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| 02:36 Uhr

Klimaquartier Hegelstraße soll zu 90 Prozent gefördert werden

Das Gebiet um die Gubener Hegelstraße soll zum Klimaquartier werden. Geld dafür soll größtenteils vom Bund kommen.
Das Gebiet um die Gubener Hegelstraße soll zum Klimaquartier werden. Geld dafür soll größtenteils vom Bund kommen. FOTO: dsf
Guben. Mit dem Klimaquartier Hegelstraße will sich Guben ein Leuchtturm-Projekt gönnen. Die Kosten dafür sind entsprechend hoch – mit rund zehn Millionen rechnet die Stadt, verteilt über die Jahre 2017 bis 2019. Daniel Schauff

Damit übersteigen die Kosten bei Weitem die Möglichkeiten der Stadt und der beteiligten Eigentümer. Dass Fördergelder fließen müssen, ist unbestritten. Wenn es für die Verantwortlichen gut läuft, könnten 90 Prozent der Kosten vom Bund übernommen werden.

Das Programm "Nationale Projekte des Städtebaus" sieht die Förderung von Maßnahmen vor, die ein besonders hohes Investitionsvolumen haben und gleichzeitig einen nationalen Vorbildcharakter haben.

Den sieht die Verwaltung erfüllt. Das Klimaquartier soll ein Beispiel dafür liefern, wie kleinere Städte mit erheblichem Bevölkerungsrückgang und den Folgen für die Infrastruktur umgehen. Außerdem sei das Innovationspotenzial groß - 33 Prozent des CO{-2}-Ausstoßes sollen nach Umsetzung der Maßnahmen im Bereich der Hegelstraße eingespart werden, wenn die geplanten Maßnahmen umgesetzt würden.

Die bislang in Anspruch genommenen Bund-Länder-Programme sahen stets die Beteiligung der Stadt mit einem Drittel der Kosten vor - nimmt Guben mit dem Hegelstraße-Projekt am Bundesförderprogramm teil, werden nur eine Million Euro für die Umsetzung fällig. Die wiederum können den Programmrichtlinen zufolge auch von Spendern kommen, werden aber als kommunaler Eigenanteil gewertet. Finden sich ausreichend Geldgeber, bleibt der tatsächliche Kostenpunkt für die Stadt bei Null. Gleichzeitig entstünde ein Modellprojekt für demografisch bedingten und modernen Stadtumbau. "Die finanzielle Beteiligung unbeteiligter Dritter ist ausdrücklich erwünscht", heißt es in der Beschlussvorlage, die am 13. April den Stadtverordneten vorgelegt wird. Bewerbungen für das Programm "Nationale Projekte des Städtebaus" müssen am 19. April beim Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung eingehen. Für Guben wäre es die zweite Bewerbung. 2014 ist der Fördermittelantrag für die Hegelstraße abgelehnt worden.