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Klassik und Moderne in der Musik vereint

Vier Ausnahmemusiker präsentierten am Sonntagabend "Songs of Lemuria" in der Gubener Fabrik.
Vier Ausnahmemusiker präsentierten am Sonntagabend "Songs of Lemuria" in der Gubener Fabrik. FOTO: utr1
Guben. Mit ihren zeitlosen neo-klassischen Interpretationen hat sich die Chamber-Pop-Formation "Songs Of Lemuria" längst einen Namen über die Szene hinaus erspielt. Am Sonntagabend war sie in der Gubener Fabrik zu erleben. utr1

Klassiker der Rockmusik waren in kammermusikalischem Gewand zu hören. Die Ausnahmesängerin und Bundespreisträgerin Jasmin Shaudeen traf dabei auf eine Szenegröße der deutschen Dark-Wave-Musik: Nik Page (Blind Passengers). Sie überzeugten die Gubener mit ihren so unterschiedlichen Stimmen - sie ganz weich und zart, er rauchig und hart. Begleitet wurden sie von Corinna Söller (Paula-Lindberg-Salomon-Preisträgerin/Arc de Trio.Duo 95) am Klavier und dem international renommierten Cellisten Uwe Christian Müller (Neubrandenburger Philharmonie/Deutsches Kammerorchester Berlin).

Die Legenden untergegangener Kulturen haben schon immer die Menschen fasziniert, so auch der Mythos von "Lemuria". Angesichts der Tiefe und Mystik der Band ist es nicht verwunderlich, dass die Geschichten vom einst blühenden Kontinent die Hauptinspirationsquelle für die Klangwelt dieses Quartetts waren. Mit ihren eigenen Interpretationen von Werken von Aha, Duran-Duran oder Blind Passengers bauen "Songs of Lemuria" Brücken zwischen Klassik und Moderne, zwischen Musik und Theater, zwischen Gothik und Euphorie der goldenen Zwanziger, ist in zahlreichen Veröffentlichungen zu lesen.

Das Quartett sorgte bei seinem Konzert in Guben für Gänsehaut und scheute zuweilen nicht den Blick in die Abgründe der menschlichen Seele. Zum Abschluss gab es ein Medley "sozusagen als Tribute an Mister David Bowie", wie es Nik Page ankündigte. Als Zugabe überzeugte Jasmin Shaudeen dann auch den letzten Besucher mit "Over the rainbow".