ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 18:27 Uhr

Guben
Die gemeinsame Schulzeit verbindet sie immer noch

60 Jahre nach dem Abitur in der Erweiterten Oberschule in Guben haben sich am Samstag in Groß Breesen getroffen.
60 Jahre nach dem Abitur in der Erweiterten Oberschule in Guben haben sich am Samstag in Groß Breesen getroffen. FOTO: Ute Richter
Guben. Klassentreffen in Groß Breesen: Vor 60 Jahren schafften sie ihr Abitur in Guben.

60 Jahre nach dem Ablegen des Abiturs in der Erweiterten Oberschule in Guben haben sich am Samstagabend nach einem erlebnisreichen Tag  Männer und Frauen mit Anhang bei „Waldow“ in Groß Breesen getroffen. Sie waren damals die Klasse 12 a. „Die A-Klasse war die mit dem sprachlichen Zweig“, erzählt Dr. Ingo Jensen, der mit Peter Billing das Treffen organisiert hatte.

Aller fünf Jahre haben sie sich seit Beendigung der Schulzeit getroffen. Stets haben sie dann gemeinsam Ausflüge nach Storkow oder zum Plastinarium, aber auch Bootstouren oder Rundfahrten unternommen. 60 Jahre sind nun seit dem Schulaustritt vergangen und trotzdem denken sie noch gern an ihre Schulzeit zurück. Besonders in Erinnerung geblieben ist ihnen die Abschlussfahrt der 10. Klasse nach Goldistal im Schwarzatal. Mit dem Rad sind sie dorthin gefahren. Und auch die Abschlussfahrt der 12. Klasse haben sie mit dem Fahrrad absolviert. Bis nach Glowe an die Ostsee führte sie die Tour – ganz ohne große Gangschaltungen. Auch außerhalb der Schule haben sie viel gemeinsam unternommen. „Im Sommer war immer der Deulowitzer See zum Baden unser Ziel“, so Peter Billing. Aber auch in die Pfaffenschänke nahe Coschen  führte sie oft ihre Radtour.

 In positiver Erinnerung sind ihnen auch ihre Lehrer Dr. Klaus Scharfenberg sowie das Lehrerehepaar Rosa und Herrmann Ansorge geblieben. Oft waren auch sie bei den Treffen in den letzten 60 Jahren dabei. Einige der Schüler dieser Klasse sind in den 50er Jahren in den Westen „abgehauen“, erzählen die einstigen Mitschüler. Die Verbindung sei da abgebrochen. Die, die ihr Abitur hier im Osten erfolgreich beendet haben, haben alle studiert und in guten Berufen gearbeitet. Lehrer, Maschinenbauingenieure, Leiter Prozessautomatik, Direktor in einem Siemens-Unternehmen, Diplomwirtschaftler oder ein Finanzamtchef sind unter ihnen.

Nun sind sie lange im Rentenalter und doch könnte man meinen, sie sind erst gestern aus der Schule gekommen, wenn man sie erzählen hört. „Das war einfach noch eine andere Zeit. Wir haben zusammengehalten und uns gegenseitig geholfen. Viele von uns haben sich nie aus den Augen verloren“, so die beiden Organisatoren. Und deshalb freuen sie sich jedes Mal, wenn sie sich wiedersehen. Das nächste Mal in fünf Jahren.