(red/ten) Der Kindergarten des Naemi-Wilke-Stifts begeht in diesem Jahr sein 140-jähriges Bestehen. Anlässlich dieses Jubiläums haben die Mädchen und Jungen des Kindergartens farbenfrohe Bilder gemalt, die sie am Mittwoch, 22. Mai, um 16 Uhr im Weiten Raum in einer Ausstellung präsentieren.

Die Werke können zu einem festen Preis in Höhe von 15 Euro erworben werden, bleiben aber bis zum Ende der Ausstellung im Herbst hängen. Der Erlös der Aktion kommt dem Kindergarten zugute, heißt es in der Ankündigung aus dem Stift.

Die Kinder und ihre Erzieherinnen würden sich über viele interessierte Besucher freuen. Die Mädchen und Jungen gestalten zur Vernissage ein kleines Programm.

In einer zweiten Ausstellung, die zum traditionellen Jahresfest des Naemi-Wilke-Stifts am Freitag, 14. Juni, gezeigt wird, sind historische Fotos zu sehen. Die Ausstellung zum Jubiläum des Kindergartens musste aufgeteilt werden, da allein die rund 80 Kinderbilder ausreichend Platz beanspruchen und es gemeinsam mit den historischen Aufnahmen zu viele Exponate geworden wären.

Apropos Traditionen: Diese werden im Gubener Krankenhaus groß geschrieben. Kürzlich gedachten die Kinder der Fuchs- und der Igelgruppe des Kindergartens im Weiten Raum des Todestages von Naemi Wilke, der sich in diesem Jahr zum 145. Mal jährte. Die Kinder sangen mit ihren Erzieherinnen zu Ehren der Verstorbenen ein Lied. Die Erzieherinnen Kerstin Krüger und Anne Bischoff berichteten den Kindern aus dem Leben von Naemi Wilke.

Naemi Wilke starb als 13-jähriges Mädchen an Typhus. Für die Eltern, Friedrich und Sophie Wilke, bedeutete der Tod ihrer Tochter großes Leid. Darum entschlossen sie sich, etwas zu unternehmen, damit anderen Kindern geholfen werden kann: Sie stifteten vier Jahre später, 1878, ein Kinderkrankenhaus und gaben der Einrichtung den Namen Naemi-Wilke-Stift. Schon im Jahr darauf kam ein Kindergarten dazu, und bald wurde das Krankenhaus auch für erwachsene Patienten geöffnet. Insgesamt zählt das Wilkestift heutzutage pro Jahr mehr als 5000 Patienten und Ratsuchende.