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Treffen in familiärer Atmosphäre
Kerkwitzer Züchter feiern trotz Stromausfall

Klein, aber fein war der vierte Kerkwitzer Weihnachtsmarkt.
Klein, aber fein war der vierte Kerkwitzer Weihnachtsmarkt. FOTO: Ute Richter / LR
Kerkwitz. Viele Besucher schauten sich auf dem kleinen Weihnachtsmarkt samt Auftritt von Chor aus Grano um.

Zu einem kleinen, aber feinen Weihnachtsmarkt hatte am Samstag der Kerkwitzer Kleintierzüchterverein gemeinsam mit dem Dorfladen eingeladen. Eine gemütliche und familiäre Atmosphäre entstand durch die kleinen Feuerstellen und die leuchtende Dekoration, auch wenn diese samt jeglicher Beleuchtung gerade zum Einsetzen der Dunkelheit mitunter komplett ausfiel. Ganz schön ins Rudern kamen die Organisatoren zunächst, hieß es doch, schnell die Ursache für das Problem zu suchen. Doch spontan aufgestellte zahlreiche Kerzen drinnen und draußen verliehen diesem Nachmittag und Abend schließlich einen ganz besonderen Charme.

In der Zwischenzeit wurde Ersatzstrom gelegt, und so konnten zumindest nach dem Auftritt des Gemischten Chores Grano mit festlichen Weihnachtsliedern, Gedichten und Rezitationen die zahlreichen Besucher heißen Glühwein und Kaffee wieder in der richtigen Temperatur genießen.

Auch die Kinder, für die sich die Kerkwitzer wieder eine Menge einfallen ließen, brachte der Stromausfall nicht aus der Ruhe. Sie rollten den Teig aus, stachen ihre Plätzchen aus und verzierten sie nach dem Backen in aller Ruhe. Apropos backen: „Traditionell gibt es frischen Kuchen, den die Frauen unserer Kerkwitzer Frauensportgruppe backen", so Wolfgang Straße vom Kleintierzüchterverein.

In der Scheune gab es in diesem Jahr die Möglichkeit, einen frisch geschlagenen Weihnachtsbaum zu erwerben. Aus Dubrau hatten die Kerkwitzer Veranstalter zahlreiche Bäume geholt, die weg gingen wie die sprichwörtlich warmen Semmeln. „Mit so viel Absatz haben wir gar nicht gerechnet“, freute sich Wolfgang Straße.

„Das ist ein richtig schöner, kleiner Weihnachtsmarkt. Die Atmosphäre ist einfach toll“, erklärte Susann Geiser, die sich gerade am Feuer die Hände wärmte. Das fand übrigens auch Sozialdezernent Hermann Kostrewa vom Landkreis Spree-Neiße. Er schaute auf einer Stippvisite in Kerkwitz vorbei. „Ich bin echt beeindruckt, was das kleine Dorf hier auf die Beine stellt“, lobte er das Engagement der Kerkwitzer.