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Kerkwitz wird zur Reiter-Hochburg

Das traditionelle Reitturnier hat in vergangenen Jahren Hunderte Besucher und viele hochkarätige Reiter nach Kerkwitz gelockt.
Das traditionelle Reitturnier hat in vergangenen Jahren Hunderte Besucher und viele hochkarätige Reiter nach Kerkwitz gelockt. FOTO: zar
Kerkwitz. Kerkwitz wird am kommenden Wochenende schon zum achten Mal zur Hochburg des Pferdesports. Beim diesjährigen Kerkwitzer Reitturnier wird es insgesamt 575 Starts geben. Das zweitägige Spektakel wird ein Rahmenprogramm für die gesamte Familie bieten. Jana Pozar

Einwohner und Organisatoren des Reitturniers machen seit Tagen ihr Dorf turnierfein. Geputzt wird in allen Ecken des Ortes. Wege werden gefegt und gereinigt und Bäume verschnitten. Der Rasen auf dem Fest- und Wettkampfplatz wird gemäht. Auch das Schulgebäude wird am Wochenende blitzeblank sein. "Viele nutzen die Aktionen gleich zum Frühjahrsputz. Unsere Frauengruppe ist beim Schönmachen eine ganz große Hilfe", versichert Steffen Krautz aus Kerkwitz. Die Frauen sind es auch, die sich um das Kuchenbacken für das Reitturnier kümmern.

Erwartet werden am Wochenende mehr als 130 Reiter mit 237 Pferden aus Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Brandenburg. Bereits am Freitag werden die ersten Sportler mit ihren Turniertieren anreisen. 44 Pferde übernachten am Wochenende in Kerkwitz in einem 70 Meter langen Boxenzelt.

Zu den hochkarätigen Reitern, die aus ganz Ostdeutschland kommen, zählen unter anderem Jasmin Selke John aus Pausin, Danny Schröder aus Minzow, Volker Paschke aus Frankfurt (Oder), Bernd Lange aus Freiberg, Dirk Fechner aus Guben, Felix Ewald aus Gut Worrochsee und Kai Wallnauer aus Berlin. Der Letztgenannte war Bereiter bei Paul Schockemöhle. Die 25-jährige Springreiterin Jasmin Selke John ist amtierende Landesmeisterin Berlin-Brandenburg. Insgesamt wird sie 20 Pferde mit ihren Reitern mit nach Kerkwitz bringen. "Aber auch weitere bekannte Springreiter haben sich angekündigt", sagt Marko Müller, einer der Organisatoren.

Am Samstag und am Sonntagnachmittag finden die Springen der Klasse M statt. Doch die ersten Wettkämpfe in verschiedenen Klassen starten bereits am Morgen gegen acht Uhr. Am Sonntag reiten die Teilnehmer um einen E-Roller und 600 Euro Preisgeld. Dieses Zwei-Sterne-M-Reiten findet erstmals statt. "Dabei müssen die Pferde eine Höhe von 1,35 Metern überwinden", erklärt Marko Müller. Die mittelschwere Springklasse gilt außerdem als Vorstufe zur nächsthöheren Klasse S.

Marko Müller und Florian Schellack vom Kleintierzüchterverein Kerkwitz haben in diesem Jahr erstmals die Organisation des Reitturniers übernommen. "Wir brauchen junge Leute mit neuen Gedanken. Sie bringen alles vorwärts. Die beiden haben schon Ideen", lobt Steffen Krautz. Und die jungen Männer haben sich tatsächlich viel Mühe gegeben. Für Groß und Klein ist etwas dabei. Am Samstag werden beispielsweise Steppkes der Kita "Waldhaus" aus Guben ein Programm aufführen. Clown Retzi wird an beiden Nachmittagen die kleinen Pferde- und Reitfreunde unterhalten. An Marktständen können jede Menge regionale Produkte gekauft werden. Der Kerkwitzer Dorfladen ist natürlich auch dabei.

Bevor es am Samstag aber mit den Wettkämpfen losgeht, wird die "Jet Band" am Freitagabend ab 20 Uhr im Vereinshaus zum Tanz aufspielen. "Da muss einfach jeder kommen", betont Florian Schellack.

Für die Besucher des Reitturniers stehen im gesamten Ort zahlreiche ausgeschilderte Parkplätze zur Verfügung.

Zum Thema:
Am Samstag wird ab 7.30 Uhr das Springen ab der Klasse E durchgeführt. Ab 14.30 Uhr gibt es dann ein Kinderprogramm der Kita "Waldhaus". Gegen 16.30 Uhr soll an diesem Tag das Hauptspringen der Klasse M* beginnen, informiert Steffen Krautz. Am Sonntag soll es zwischen acht und etwa 16 Uhr das Hauptspringen Klasse M** mit Stechen geben. Dem Sieger winkt als "Preis von Kerkwitz" ein Elektroroller. Dieses Springen wird bei einer Höhe von 1,35 Metern absolviert.Am Rande der Reitveranstaltung werden ein Kinderland, Markt und regionales Angebot organisiert. Der Eintritt ist frei.