(dsf) In seinem Bericht in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung hat Bürgermeister Fred Mahro (CDU) den Groß Drewitzer Marko Steidel kritisiert, ohne dessen Namen zu nennen. Der Marketing- und Tourismusverein (MuT) als Organisator des jährlichen Appelfests in Guben hatte sich entschieden, nicht zu Bewerbungen für das Amt der Apfelkönigin aufzurufen. Stattdessen repräsentieren ehemalige Amtsinhaberinnen die Stadt auf Veranstaltungen.

Zwar sei es einerseits immer schwieriger aufgrund von familiären und beruflichen Verpflichtungen, Bewerberinnen für das Amt der Symbolfigur zu finden, andererseits habe auch ein „nicht aus Guben stammender Herr“ dem Ansehen der Symbolfigur Schaden zugefügt.

Steidel hatte sich 2016 als Apfelkönig beworben. Damals hatte der Marketing- und Tourismusverein das Amt erstmals auch für Männer zugänglich gemacht. Steidel unterlag bei der Wahl deutlich seiner Mitbewerberin Antonia Lieske. Darauf folgten Klagen Steidels, die sogar vor Gericht verhandelt wurden.

Die Posse um den Gubener Möchtegern-Apfelkönig erhielt bundesweit Aufmerksamkeit in Medien, Fernseh- und Radiosender sowie Magazine und Tageszeitungen berichteten über die Apfelköniginnen-Wahl in Guben und über die Klagen, die Steidel erhob.

Lieske warf er vor, die Wähler betrogen zu haben, weil sie nicht erwähnt habe, dass sie zum Zeitpunkt der Wahl keinen Führerschein hatte. Das allerdings – so stellten MuT und Gericht fest – sei nie Bedingung zur Zulassung zur Wahl gewesen.

„Ich bin gespannt, wie es dem MuT gelingen wird, künftig dieses Fest für uns zu organsieren“, führt Bürgermeister Fred Mahro weiter in seinem Bericht aus. Ob es in der Zukunft wieder eine Apfelkönigin in Guben geben wird, ist derzeit noch unklar.