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| 02:38 Uhr

Kein Spielrhythmus, keine Tore

Guben. Gegen den rustikal und mit allen Mitteln kämpfenden OFC haben sich die Breesener nach gutem Beginn das Heft aus der Hand nehmen lassen und mussten im finalen Schlagabtausch sogar noch um die Punkteteilung bangen. Roland Scheumeister / rsm1

Der Spielbeginn war vom gegenseitigen Abtasten geprägt. Dabei bemühten sich die Breesener, in gewohnt engagierter Manier, das Spiel an sich zu reißen. Die Oranienburger versuchten, mit Schüssen aus allen Lagen zum Erfolg zu kommen. Das erste Achtungszeichen setzte Marvin Wegner mit einem Distanzschuss knapp über das Lattenkreuz (6.). Seinen platzierten Freistoß (12.) faustete der gut beschäftigte OFC-Keeper zur Ecke. Arek Waszkowiak verfehlte im Abschluss eines schönen Konters nur knapp das Tor, während ein weiterer 20-Meter-Freistoß Wegners knapp drüber ging.

Die Gäste versuchten immer wieder, aus der Abwehrhaltung heraus, das Mittelfeld schnell zu überbrücken. Mit zunehmender Spielzeit profitierten sie dabei von den sich häufenden Abspielfehlern und Ballverlusten der Gastgeber. Der starke Wind war wohl die Hauptursache dafür, dass auf beiden Seiten die Bälle nur selten die anvisierten Ziele erreichten. Mit diesem Manko behaftet, konnten die Gäste dann auch einige unverhoffte Situationen nicht in Zählbares umsetzen. Den Breesenern ging aber jeglicher Schneid verloren und ihre gelegentlichen, im Ansatz guten, Angriffsaktionen wurden durchweg schwach abgeschlossen. Unterm Strich wurde das 0:0 zur Pause dem Spielverlauf gerecht.

Auch nach dem Seitenwechsel fanden die Nordgubener nie ihren Spielrhythmus, zeigten sich verunsichert und von der zunehmend rustikalen Spielweise des OFC beeindruckt. Dieser konnte aus dem Spiel heraus nicht viel Torgefahr entwickeln und versuchte, mit Distanzschüssen zum Erfolg zu kommen. Damit war Piotr Loboda aber kaum zu beeindrucken und auch bei einem gefährlichen Freistoß von OFC-Abwehrchef Pocnic auf dem Posten. Die BSV-Abwehr insgesamt bügelte einige Patzer aus und war Garant dafür, dass nur zwei Punkte verloren gingen.

Die Gäste spielten nun auf Zeit, wodurch der Gubener Spielfluss endgültig ins Stocken kam, das Niveau verflachte und der Schiedsrichter gefordert war, die sich bei zunehmender Hektik erhitzenden Gemüter zu beschwichtigen. Im gesamten Spiel gab es auf beiden Seiten keine hochkarätige Chance zu registrieren.

BSV-Spielertrainer Franz-Aaron Ullrich: "Wir hatten uns nach dem guten Rückrundenstart natürlich mehr vorgenommen. Aber wir ließen uns von dem verbissen kämpfenden Gegner den Schneid abkaufen. Der Punktgewinn ist dennoch auch positiv zu sehen, denn es gab schon Spiele, die unter ähnlichen, stark vom Zufall geprägten Bedingungen, verloren gingen."