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| 06:48 Uhr

Kapitaldelikt zu Neujahr
Kein Geständnis nach Totschlag in Guben

 In diesem Haus ist ein 38-Jähriger am Neujahrstag tot aufgefunden worden. Ein 50-Jähriger wurde festgenommen, gestanden hat er die Tat nicht.
In diesem Haus ist ein 38-Jähriger am Neujahrstag tot aufgefunden worden. Ein 50-Jähriger wurde festgenommen, gestanden hat er die Tat nicht. FOTO: LR / Engelhardt
Guben/Cottbus. Die Staatsanwaltschaft Cottbus ermittelt noch immer die Umstände, die zum Tod eines 38-jährigen Mannes führten. Von Daniel Schauff

  Auch gut einen Monat nach dem gewaltsamen Tod eines jungen Gubeners gibt es noch kein Geständnis vom Tatverdächtigen. Das erklärt die Cottbuser Staatsanwaltschaft gegenüber der RUNDSCHAU auf Nachfrage. Demnach habe sich der 50-Jährige zwar eingelassen, „ein Geständnis war das aber nicht“, sagt Oberstaatsanwalt Gernot Bantleon. Ermittelt würde nun wegen Totschlags.

Rückblick: Zu Beginn des Jahres sorgt deutliche Polizeipräsenz in der Gubener Friedrich-Schiller-Straße für Gerüchte – erst am 4. Januar gibt es, nach mehreren Anfragen, eine Auskunft der Polizei.

Die ermittle aufgrund eines Kapitalverbrechens. Die Staatsanwaltschaft bestätigt: In einer Wohnung in der Nähe des Kaufland-Supermarktes ist am Neujahrstag eine Leiche gefunden worden, der junge Mann sei eines unnatürlichen Todes gestorben, der Körper war in eine Decke eingehüllt. Es gab eine Festnahme.

Entdeckt hatte die Leiche offenbar ein Bekannter des Mieters der Wohnung. Der wollte nach LR-Informationen etwas in der Wohnung abholen, fand den in die Decke eingehüllten leblosen Körper, verständigte die Polizei. Der Mieter, ein 50-jähriger Gubener, gab gegenüber der Polizei an, den Toten in seiner Wohnung zwar zu kennen, nicht aber zu wissen, wie seine Leiche in die Küche gekommen sei. Der Tote habe in der Silvesternacht auf der Straße mit Freunden das neue Jahr gefeiert. Mehr wisse er aber nicht.

An eine Feier von zehn bis 15 Personen, so wie es der Mieter scheinbar angegeben hat, können sich allerdings Nachbarn nicht erinnern. Auf der Straße hätten sie in der Nacht nichts gehört, heißt es. Ein Nachbar berichtet, gesehen zu haben, wie ein Verdächtiger festgenommen wurde. „Dringender Tatverdacht“ lautet die Information der Polizei.

Was allerdings ganz genau passiert ist, bleibt auch gut einen Monat nach der Tat unklar. Zunächst ermittelte die Staatsanwaltschaft in mehrere Richtungen – wegen Mordes, Körperverletzung mit Todesfolge und Totschlags.

Mittlerweile scheint klar, wie der 38-Jährige zu Tode gekommen ist. Allerdings: Die Ermittlungen laufen weiter. Erst wenn die abgeschlossen sind und es zu einer Gerichtsverhandlung kommt, wird vielleicht klar, warum der 38-jährige Gubener zu Neujahr sterben musste.