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Karat und Six unterhalten in Guben mehr als 1600 Fans

Wie erwartet erlebten die weit über 1600 Besucher ein tolles Konzert der Ostkultband Karat. Als Vorband spielte Six.
Wie erwartet erlebten die weit über 1600 Besucher ein tolles Konzert der Ostkultband Karat. Als Vorband spielte Six. FOTO: utr1
Guben. Die neue Konzert-Hochburg der Lausitz etabliert sich – kommendes Wochenende geht es mit "Gestört aber Geil" und Elektrosalat weiter. Ute Richter / utr1

Vier Stunden Livemusik von großen Künstlern erlebten am Samstagabend weit über 1600 Besucher beim Open-Air-Konzert auf der großen Bühne auf dem Gubener Loksportplatz. Jung und alt ließen sich die Party-Band Six und die legendäre Ostrock-Band Karat nicht entgehen.

Generalstabsmäßig war alles für die große Open-Air-Nacht vorbereitet. Die gebürtigen Neißestädter Thomas Alisch und Alexander Reinig hatten die bekannten Bands nach Guben geholt. Die Zahl der Besucher am Samstag zeigte, dass die beiden gar nicht so verkehrt lagen mit der Auswahl der Bands für dieses Open Air, denn nicht nur Karat hat eine große Fangemeinde, auch die 1992 in Jüterbog gegründete Band Six zog viele Menschen auch von weiter her an. So wie Katja Lehmann aus Forst. Sie ist großer Fan und öfter auf Konzerten der Band zu finden. Sie findet es sehr schade, dass sich Six nach über 25 Jahren gemeinsamer Musikerkarriere auflöst, kann aber auch verstehen, dass sich die Jungs nun eigenen Projekten widmen wollen. "Es ist schön, dass Six auf seiner Abschiedstournee hier in Guben noch einmal Station gemacht hat", sagte sie begeistert.

Frontmann Stefan Krähe hatte schon bei einem Konzert in der Fabrik vor einiger Zeit erzählt, dass man neue musikalische Wege gehen und sich vom Image der Coverband lösen wolle. Man habe in den vergangenen Jahren immer mehr eigene Musik gespielt. Und genau das haben sie auch am Samstag getan, und genau das kam beim Publikum richtig gut an.

Richtig gut an kamen auch die altbekannten Lieder von Karat. Egal ob der "Albatros", die "Blumen aus Eis" oder "Keiner zwingt uns auf die Knie" - das Publikum war textsicher. Die Altrocker präsentierten eine Zeitreise durch ihre Hits, und Sänger Claudius Dreilich gab spannende Geschichten aus dem Bandleben wieder. Der Titel "Blauer Planet" habe auch heute, nach über 30 Jahren, immer noch nichts an seiner Brisanz verloren.

Einen wahren Guben-Chor gab es erwartungsgemäß beim Titel "Über sieben Brücken" und man merkte, dass auch die Musiker auf der Bühne richtig Spaß an diesem Konzert unter freiem Himmel bei abendlich kühlen Temperaturen hatten. "Es war schön hier bei euch in Guben", so Claudius Dreilich zum Abschied, bevor der Chor der Besucher zum Titel "König der Welt" wieder lauthals mitsang.

Die Besucher fanden diesen Konzertabend richtig gut, auch wenn manche sich über die Einlasskontrollen wunderten, die strenger waren als auf den Elbwiesen bei Roland Kaiser.

Schon kommenden Samstag geht es mit dem nächsten Open- Air-Höhepunkt weiter, wenn "Gestört aber Geil" und "Elektrosalat" die Loksportplatz-Bühne rocken.