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| 17:00 Uhr

Wahlen
Kandidaten wollen sich für Obersprucke einsetzen

Guben. Bürgermeister-Anwärter blicken in die Zukunft und verraten ihre Pläne für den weiteren Stadtumbau in Guben.

Der parteilose Harald Knoll wurde von der FDP nominiert.
Der parteilose Harald Knoll wurde von der FDP nominiert. FOTO: Foto Profi Foto Kliche

Am 22. April wird in Guben ein neuer Bürgermeister gewählt. Im Vorfeld hat die RUNDSCHAU die vier Kandidaten gefragt, wie der Stadtumbau weitergehen soll und ob die Obersprucke noch eine Chance hat.

Gubens amtierender Bürgermeister Fred Mahro ist von der CDU.
Gubens amtierender Bürgermeister Fred Mahro ist von der CDU. FOTO: stadt

Harald Knoll will sich für die Ausweisung neuer Bauflächen als Wohnflächen unter Anwendung des Einheimischen Modells einsetzen. Mit dem „Einheimischenmodell“ können Kommunen Bauland an die ortsansässige Bevölkerung verbilligt abgeben. „Bevor Wohnhäuser zurückgebaut werden, muss eine Bedarfermittlung zur Wohnungs- und etagenweisen Eigentumsbildung für private Bauherren erfolgen“, findet der parteilose Kandidat. In der Gubener Klaus-Herrmann-Straße habe es bereits solche Anpassungen gegeben.

Daniel Münschke tritt für die AfD bei der Bürgermeisterwahl an.
Daniel Münschke tritt für die AfD bei der Bürgermeisterwahl an. FOTO: Silke Halpick / LR

„Ich bin fest davon überzeugt, dass auch unsere Enkel noch in der Obersprucke leben und arbeiten werden“, so die Aussage von Fred Mahro. Die Altstadt-Ost und die Altstadt-West werden seiner Meinung nach nie in der Lage sein, alle  Wohnungsbedürfnisse zu befriedigen. „Wenn es uns gelingt,  über ein positives Image und neue Arbeitsplätze die Attraktivität in hier in Guben weiter zu erhöhen, dann wird auch die Obersprucke am meisten davon partizipieren“, betont der CDU-Kandidat.

Peter Stephan zieht für die Fraktion Die Linke in den Bürgermeisterwahlkampf.
Peter Stephan zieht für die Fraktion Die Linke in den Bürgermeisterwahlkampf. FOTO: Silke Halpick / LR

Daniel Münschke verweist auf das aktuelle Stadtentwicklungskonzept. In dem stehe, dass ein Großteil der Maßnahmen gegen den Wegzug zu einem schlechteren Ergebnis geführt haben, als es geplant war. „Und genau hier liegt der Knackpunkt“, sagt der FDP-Kandidat. „Wenn der Stadtumbau und die Stadtplanung so weiter betrieben wird wie in den vergangenen Jahren, wird es in diesem Bereich zu keiner Verbesserung kommen.“ Er wolle sich daher für eine neuer Herangehensweise einsetzen.

„Natürlich hat die Obersprucke eine Chance“, findet auch Peter Stephan. Er will beim Schrumpfungsprozess der Stadt darauf achten, die Bürger mitzunehmen. Versorgungseinrichtungen müssten vor Ort bleiben, damit die Bürger „nicht abgehangen werden“. „Dort wohnen viele alte Leute und deswegen ist die Obersprucke ein ganz wichtiger Stadtteil beim Stadtumbau für Guben.“