| 18:06 Uhr

Wahlen
Kandidaten wollen mehr Arbeitsplätze schaffen

Guben. Während Mahro auf die Bestandpflege ortsansässiger Unternehmen baut, will Münschke mit Investitionen neue locken. Von Michéle-Cathrin Zeidler

Im Vorfeld der Gubener Bürgermeisterwahlen am 22. April hat die RUNDSCHAU die vier Kandidaten gefragt: Was wollen Sie dem demografischen Wandel entgegensetzen und wo können Arbeitsplätze in der Stadt entstehen?

Peter Stephan
(nominiert von der Linken).
Peter Stephan (nominiert von der Linken). FOTO: Silke Halpick / LR

Peter Stephan sieht Arbeitsplätze vor Ort als Gebot, um den demografischen Wandel zu gestalten. „Denn wenn die Familien vor Ort zusammen sind, kein Vater auf Montage ist, die Eltern hier arbeiten, dann können sie auch die sozialen Versorgungseinrichtungen nutzen (...) und das stärkt natürlich die Stadt“, sagt der parteilose Kandidat „Sie haben Kinder, sie bilden eine Familie - ganz wichtig für diese Stadt Guben.“

Daniel 
Münschke (AfD).
Daniel Münschke (AfD). FOTO: Silke Halpick / LR

Für Daniel Münschke (AfD) muss Guben sein Standort- und Unternehmerpotenzial mit einer zeitgemäßen Wirtschaftsförderung voll ausschöpfen. „Denn nur so können Unternehmen und Verwaltung gemeinsam Ideen für neue Arbeitsplätze entwickeln“, findet er. Die lokalen Unternehmen müssten sich in Zeiten des Internethandels und trotz des Einkaufszentrums in Gubin behaupten können. „Mein Ziel ist es, mit Unternehmen als Partner und Investitionen in den Bereich Ansiedlung und Digitalisierung den Standort wieder attraktiv zu machen“, so Münschke.

Harald Knoll 
(nominiert von der FDP).
Harald Knoll (nominiert von der FDP). FOTO: Foto Profi Foto Kliche

Harald Knoll will den demografischen Wandel gestalten: „Schwerpunkte sind hierbei die städtebauliche Anpassung, familien- und feniorengerechte Wohnungen, Schaffung der Barrierefreiheit im Wohn- und öffentlichen Bereich.“ Weiterhin spricht er sich für Maßnahmen aus, um die Jugend in Guben zu halten.  „Ich möchte, dass Guben Vorreiter bei Demografie-Projekten wird“, so der Kandidat. Arbeitsplätze würden vorrangig im Bereich der Pflege und Gesundheitsvorsorge entstehen.

Fred 
Mahro (CDU).
Fred Mahro (CDU). FOTO: stadt

Auf die Erfolge bei der sinkenden Arbeitslosigkeit verweist der amtierende Bürgermeister Fred Mahro. „Die Nachfrage an Fachkräften in den Unternehmen steigt spürbar“, weiß er. „Diesem ansteigenden Defizit gilt es, mit einem großen Mix an Maßnahmen entgegenzutreten.“ Deshalb habe er auch die Wirtschaftsförderung zur Chefsache erklärt. „Neue Arbeitsplätze werden für mich in erster Linie durch die hier bereits ansässigen Unternehmen entstehen“, so Mahro. Deshalb habe die Bestandspflege für ihn höchste Priorität.