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Wahl
Kandidaten bei Sicherheitsfrage auf einer Linie

Guben. Die Forderung nach mehr Ordnungskräften ist bei nahezu jedem Bürgermeister-Anwärter vorhanden.

Wie beurteilen Sie die aktuelle Sicherheitslage in Guben und was kann die Stadt der Grenzkriminalität entgegensetzen? Diese Frage hat die Lausitzer RUNDSCHAU allen vier Kandidaten um das Amt des Bürgermeisters gestellt. Laut aktueller Polizeistatistik ist die Kriminalität in Guben in der ersten Hälfte von 2017 weiter deutlich zurückgegangen. Die erfassten Straftaten reduzierten sich in Guben um 21 Prozent. Zum Vergleich: Landesweit waren es rund fünf Prozent weniger erfasste Straftaten. Diese Entwicklung wertet die Polizei als Zeichen, dass die Maßnahmen der Kommune und der Stadt greifen. 2015 hatte die Polizeidirektion Süd zusammen mit der Stadtverwaltung von Guben mit gezielter Prävention und verstärkter Streifentätigkeit auf einen deutlichen Kriminalitätsanstieg in der Grenzstadt reagiert.

Für den parteilosen Peter Stephan sind Sicherheit und Grenzkriminalität weiterhin zwei wichtige Themen in der Stadt. Sollte er Bürgermeister werden, möchte er Initiativen, wie das Tandemfahren der deutsch-polnischen Polizei und das vermehrte Streife laufen des Ordnungsamtes weiterführen.  „Dadurch wird das Sicherheitsgefühl der Bürger verbessert“, so Peter Stephan. Er wurde von der Fraktion die Linke nominiert.

Daniel Münschke von der AfD beurteilt die Sicherheitslage in Guben angesichts der aktuellen Polizeimeldungen als „angespannt“. Angefangen mit Einbrüchen über Diebstähle bis hin zu Überfällen sei alles vertreten. „Auf Bürgermeister werde ich alle Möglichkeiten auf Landeseben nutzen, um mehr Ordnungskräfte in Guben vorzuhalten“, so das Wahlversprochen des Cottbussers. Und dabei sei es ihm egal, ob es sich dabei um Bundes- oder Landespolizisten handelt.

Auch der amtierende Bürgermeister Fred Mahro (CDU) findet, dass „wir trotz eines Rückgangs noch immer nicht in einer akzeptablen Situation sind.“ Er will sich daher weiterhin für eine verstärkte Polizeipräsenz in Guben einsetzen und verweist auf die Möglichkeiten im Grenzraum von Bayern. Im Falle seiner Wahl will er den Außendienst des Ordnungsamtes personell verstärken.

Der vierte Kandidat um das Amt des Bürgermeisters, Harald Knoll, hat der RUNDSCHAU bis zum Redaktionsschluss keine Antwort zukommen lassen. Die Antworten der Kandidaten gibt es in voller Länge unter www.lr-online.de/video.