ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 15:27 Uhr

Verkaufsoffener Sonntag
(K)ein Bummel am Sonntag

 Ein Einkaufsbummel über die abendliche Frankfurter Straße? Nein, das wird es am Sonntag nicht geben. Am verkaufsoffenen Sonntag nehmen nur wenige Altstadt-Geschäfte teil.
Ein Einkaufsbummel über die abendliche Frankfurter Straße? Nein, das wird es am Sonntag nicht geben. Am verkaufsoffenen Sonntag nehmen nur wenige Altstadt-Geschäfte teil. FOTO: MuT
Warum dieses Mal zum verkaufsoffenen Sonntag nur wenige Geschäfte öffnen werden.

Ein Einkaufsbummel am Sonntagnachmittag? Warum nicht? An diesem Sonntag wäre das auch in Guben möglich. Denn der 10. Februar ist einer der verkaufsoffenen Sonntage, die es in diesem Jahr in der Neißestadt gibt.

Und doch werden die meisten Ladentüren in der Neißestadt am Sonntag zu bleiben. Denn Guben präsentiert sich an diesem Tag zweigeteilt. Während sich an der Friedrich-Schiller-Straße bei Hoffmann-Möbel und in den Geschäften der angrenzenden Schillerpassage die Türen für die Kundschaft öffnen, wird in den Läden der Altstadt an der Berliner und der Frankfurter Straße zumeist sonntägliche Ruhe vorherrschen.

Dass die Gubener Händlerschaft in puncto Sonntagseinkauf nicht geschlossen vorgeht, ist nicht neu – und inzwischen auch gar nicht mehr zwingend gewollt. Das Motto lautet eher: Jeder kann, keiner muss. „Natürlich sind uns die Sonntage, an denen die Geschäfte geöffnet werden dürfen, bekannt. Für uns gibt es hier in der Altstadt aber keinen Anlass, keine Feierlichkeit, mit der diesmal der verkaufsoffene Sonntag verbunden werden könnte. Und dann lohnt es sich aus betriebswirtschaftlicher Sicht für uns nicht, den Laden zu öffnen“, sagt Roger Hentzschel von Ringfoto Hentzschels.de.

Eine andere Händlerin, die nicht namentlich genannt werden möchte: „Sicher werde ich die Termine der verkaufsoffenen Sonntage irgendwann einmal gelesen haben. Aber dass das diesen Sonntag ist, hatte ich nicht auf dem Schirm. Nein, wir werden nicht öffnen.“

Damit es sich lohne, dass Geschäft zu öffnen, müsse tatsächlich etwas los sein in der Altstadt, ergänzt Hentzschel. „Nur einfach die Ladentür aufschließen bringt nichts.“ Und das, was stattfinden soll, müsse auch richtig angepackt werden. „Das wirft wiederum die Frage der Organisation auf.“ Und die nehmen die Mitglieder der Kooperation der Gubener Altstadthändler seit vorigem Jahr ein gutes Stück weit auch selber in die Hände. In der kommenden Woche soll es ein Treffen geben, bei dem die Händler beraten wollen, was wann 2019 in der Innenstadt alles passieren soll.

Jan Aaron Hammel, ebenfalls Mitglied der Kooperation, hofft unterdessen, dass künftig vielleicht auch in der Altstadt mehr Geschäfte zu allen verkaufsoffenen Sonntagen öffnen. „Es ist natürlich nicht so einfach, die Leute zum Mitmachen zu aktivieren, wir wollen es trotzdem immer wieder versuchen und nicht aufgeben.“ Das Blumengeschäft seiner Frau werde am Sonntag auf jeden Fall öffnen. Aufgrund einer gesonderten Regelung ist ihr Geschäft aber auch nicht auf die Vorgabe, nur an sechs Sonntagen im Jahr öffnen zu dürfen, eingeschränkt.

Derweil freut man sich an der Friedrich-Schiller-Straße auf den verkaufsoffenen Sonntag, der unter dem Motto „Valentinszeit“ steht. Olaf May von Hoffmann-Möbel: „Wir werden unter anderem ein Schaukochen und einen Stoff- und Lederbasar anbieten. Die Abiturienten vom Gymnasium werden da sein und versuchen, ihre Kasse für den Abiball weiter zu füllen. Und natürlich ist auch ein Besuch des Oldtimer-Museums möglich.“ Geöffnet haben in der Zeit von 13 bis 18 Uhr auch die Geschäfte der angrenzenden Passage.