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| 02:37 Uhr

Junger Gubener sucht Kompromisse

Thomas Laugks möchte sich als Vorsitzender des Kinder- und Jugendbeirates für die Belange der jungen Gubener einsetzen.
Thomas Laugks möchte sich als Vorsitzender des Kinder- und Jugendbeirates für die Belange der jungen Gubener einsetzen. FOTO: Jana Pozar/zar1
Guben. Thomas Laugks aus Guben engagiert sich seit mehr als zwei Jahren im Kinder- und Jugendbeirat (KJB) der Stadt Guben. Seit einigen Monaten ist der 16-Jährige auch der Vorsitzende des KJB. Er vertritt damit die Jugendlichen der Neißestadt im Ausschuss für Soziales, Bildung und Kultur der Stadt Guben. Jana Pozar / zar1 zar1

"Mir liegt viel an meiner Heimatstadt. Ich möchte nicht nur die Interessen der Kinder und Jugendlichen vertreten, ich will in Guben etwas bewegen", sagt Thomas Laugks bestimmt. Außerdem will der 16-Jährige den jungen Gubenern die Kommunalpolitik nahebringen oder ihnen die Vorhaben der Stadt erklären.

Mehr Engagement

Thomas Laugks ist überzeugt, dass er einiges bewegen kann, schließlich hat er als Klassensprecher und Mitglied in der Schüler- und Schulkonferenz des Pestalozzi-Gymnasiums in der Vergangenheit schon jede Menge Erfahrungen auf politischem Gebiet sammeln können. Er will dabei helfen, Probleme zu lösen, die den Kindern und Jugendlichen auf den Nägeln brennen.

Der neue Vorsitzende wünscht sich, dass der Kinder- und Jugendbeirat noch mehr Mitglieder bekommt, denn gemeinsam könne man noch viel mehr bewegen als jetzt. "Es sollte aus jeder Schule, jedem Verein, jeder Interessenvertretung jemand dabei sein. Denn so bekommen wir mehr Hinweise und Vorschläge, was in der Stadt in der Jugendarbeit verändert oder verbessert werden könnte", erklärt der junge Mann. Thomas Laugks, der unter dem früheren Vorsitzenden Robert Fritzschka bereits als Stellvertreter gearbeitet hat, weiß auch, dass Kinder und Jugendliche oft eine andere Sicht und Meinung haben als Erwachsene und Senioren. Deshalb wolle er sich auch auf keine Meinung festlegen, sondern möchte versuchen, einen möglichst guten Kompromiss für alle Beteiligten zu finden.

Für dieses Jahr plant der Kinder- und Jugendbeirat gemeinsam mit dem Jugendbeirat Gubin eine Talentshow. Die Zusammenarbeit haben beide Beiräte längst beschlossen. Für den Wettbewerb werden jetzt an Schulen und in Vereinen junge Talente gesucht. "Sie können singen, tanzen oder Akrobatik zeigen", sagt Thomas Laugks. Die Besten sollen dann im Sommer bei einem deutsch-polnischen Finale antreten. "Unser Bürgermeister hatte die Idee, dass auch aus unserer anderen Partnerstadt Laatzen die besten Talente zum Finale nach Guben kommen können", so der KJB-Vorsitzende.

Kritik an höheren Gebühren

Kritisch steht der Kinder- und Jugendbeirat den geplanten Gebührenerhöhungen für die Musikschule und das Frei- und Freizeitbad gegenüber. Erhöhungen seien zwar verständlich, doch müsse abgewägt werden, ob die Angebote dann überhaupt noch genutzt würden.

"Schade, dass das Entgelt für die Musikschule trotzdem so massiv erhöht wurde, obwohl wir dagegen waren", bedauert der 16-Jährige. Das heißt jedoch nicht, dass die Stadtverordneten die Einwände der jungen Gubener nicht berücksichtigen würden. Und: "Die Gubener Stadtverordneten wollen uns durchaus helfen, hören uns an, berücksichtigen so gut es geht unsere Vorschläge. Sie können sich gut in unsere Lage versetzen."

Bis zum Abitur im kommenden Jahr möchte sich Thomas Laugks im Kinder- und Jugendbeirat noch engagieren. Danach plant er zu studieren: Er möchte Lehrer für Geschichte werden. Er kann sich auch vorstellen, später Polnisch zu lehren. "Damit steigen die Chancen wahrscheinlich, nach dem Studium wieder nach Guben zurückzukommen. Ich möchte später unbedingt wieder hierher. Denn meine Heimatstadt liegt mir sehr am Herzen."

Zum Thema:
Wer im Kinder- und Jugendbeirat mitarbeiten oder Probleme und Wünsche darlegen möchte, ist im KJB gern gesehen. Insgesamt 18 Mitglieder können sich im KJB engagieren und für die Belange von Kindern und Jugendlichen eintreten. Wer sich beteiligen möchte, meldet sich entweder bei Simone Liese vom Fachbereich IV der Stadtverwaltung oder bei einem der KJB-Mitglieder. Auch auf Facebook hat der KJB eine eigene Seite und kann kontaktiert werden. zar1