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| 02:37 Uhr

Junge Stimmen sollen Gubener Politik beraten

Thomas Laugks war Mitinitiator des geplanten Kinder- und Jugendstadtrats.
Thomas Laugks war Mitinitiator des geplanten Kinder- und Jugendstadtrats. FOTO: bes
Guben. Kinder- und Jugendstadtrat: nein. Kinder- und Jugendbeteiligung: unbedingt.

In etwa so lässt sich der Kompromiss zusammenfassen, den der amtierende Bürgermeister Fred Mahro im Auftrag der Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung, Kerstin Nedoma (Linke) und den Vorsitzenden der Fraktionen mit den Initiatoren des geplanten Kinder- und Jugendstadtrates geschlossen hat. Man wolle zunächst ausloten, wie die Mitarbeitsmöglichkeiten gemäß der aktuellen Satzung der Stadt Guben für Kinder und Jugendliche ausgebaut werden können, sagte Mahro im jüngsten Hauptausschuss am Montag. Die Satzung berücksichtigt aktuell einen Kinder- und Jugendbeirat, nicht aber einen Kinder- und Jugendstadtrat, der sich vor allem im Hinblick auf den Einfluss der Mitglieder auf die Stadtverordneten stark unterscheiden würde. Die Einflussmöglichkeiten sowie das Fehlen eines derartigen Gremiums in der Satzung hatte Mahro mehrfach zu bedenken gegeben, als die Stadtverordneten im Herbst über die Einrichtung eines von Kinder- und Jugendbeiratsvorsitzendem Thomas Laugks eingebrachten neuen Satzungsvorschlag diskutiert haben. Die Kommunalaufsicht des Kreises hatte Mahros Bedenken zugestimmt. Eigentlich hatten die Initiatoren des Jugendparlaments Wahlen zu Beginn dieses Jahres angestrebt.

Dass der erhoffte Kinder- und Jugendstadtrat in der gewünschten Form nun vorerst nicht enstehen wird, hätten die Initiatoren positiv aufgenommen, berichtete Mahro. Mehrere Stadtverordnete hatten sich in der Diskussion besorgt gezeigt, dass ein Nein zum Kinder- und Jugendstadtrat das Engagement der Jugendlichen um Thomas Laugks im Keim ersticken könnte. Vielmehr habe er aber das Gefühl, die Initiatoren seien froh darüber, gehört worden zu sein und seien weiterhin bereit, sich politisch in Guben zu engagieren - zunächst allerdings "nur" als Beirat. Dessen Beratung und Empfehlungen aber wollen die Stadtverordneten und die Verwaltung in Zukunft mehr Gehör schenken. Zumindest haben beide Seiten wiederholt betont, wie wichtig die Stimme der Jugend in Guben ist.