Uschi Brüning ist mit ihrer musikalischen Lesung „So wie ich“ am Samstag, 29. Februar, im Gubener Volkshaus zu Gast. Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr, Karten gibt es im Vorverkauf für 17 Euro und an der Abendkasse für 22 Euro.

Der Jazz, so schreibt Uschi Brüning, sei ihr wesensverwandt. Im Jazz kann sie frei sein. Eindrucksvoll schildert sie, wie existentiell das Singen in jeder Phase ihres Lebens war. Mit 13 beschloss sie, als Sängerin berühmt zu werden. Ihr breites Repertoire reicht von Schlager, Soul, Blues bis zur freien Jazzimprovisation. Eine Künstlerin, die sich in keine Schablone pressen lässt. Ihre Autobiographie gibt zugleich Einblick in die wechselhafte Geschichte des Jazz in der DDR und die Arbeitsbedingungen für Künstler.

Uschi Brüning schreibt mit leichter Feder und spickt ihre Darstellung mit etlichen Anekdoten. So erfährt man einiges über ihre Erlebnisse auf Tourneen. Selbstkritisch fragt die Sängerin sich heute, ob sie sich nicht allzu sehr in der DDR eingerichtet, in ihrem Elfenbeinturm der Musik zu weit von der sie umgebenden Wirklichkeit entfernt habe. Das Fazit nach der Lektüre ihrer Biografie ist vor allem, dass da jemand radikal ehrlich mit sich selbst ist.

Das Programm „So wie ich“ ist eine Liebeserklärung an den Jazz, an den Mann ihres Lebens und nicht zuletzt eine Hommage an ihr einstiges Idol, den im Jahr 2016 verstorbenen Manfred Krug.