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| 14:50 Uhr

Investition
Brücken-Sanierung verzögert sich

Eigentlich sollte die Sanierung der Kerkwitzer Brücke bereits abgeschlossen sein, doch es gibt Probleme bei der Absprache mit der Deutschen Bahn. Der Bahnverkehr auf der Strecke muss für die Arbeiten zeitweise eingestellt werden. 
Eigentlich sollte die Sanierung der Kerkwitzer Brücke bereits abgeschlossen sein, doch es gibt Probleme bei der Absprache mit der Deutschen Bahn. Der Bahnverkehr auf der Strecke muss für die Arbeiten zeitweise eingestellt werden.  FOTO: Michèle-Cathrin Zeidler
Kerkwitz. Geduld gefragt: Knackpunkt ist die Absprache mit der Deutschen Bahn zur Streckensperrung. Von Michéle-Cathrin Zeidler

Herausgebrochene Fugen, feuchtes und gerissenes Klinkermauerwerk und bereits von weitem sichtbare Rostschäden am Geländer – die Brücke in Kerkwitz ist stark sanierungsbedürftig. Eigentlich hätten die Bauarbeiten an der Brücke, die über die Bahnstrecke von Cottbus nach Guben führt, bereits abgeschlossen sein sollen. Ursprünglich wollte die Gemeinde Schenkendöbern im Februar/März mit den Sanierungsarbeiten beginnen. Doch bisher ist an der Brücke nichts passiert.

Verantwortlich für die Verspätung ist die Deutsche Bahn. „Wir sind bei der Sanierung abhängig von der Genehmigung der Sperrzeiten durch die Deutsche Bahn“, erklärt Bürgermeister Peter Jeschke. Für die Maßnahmen müsse zeitweise der Zugverkehr auf der Strecke eingestellt werden. „Die Strecke wird intensiv genutzt. Das ist der Knackpunkt“, fügt Bauamtsleiterin Carmen Mönchinger hinzu. „Wir stehen im Kontakt mit der Deutschen Bahn und handeln gerade die Sperrzeiten aus.“

Fahrzeuge über 12 Tonnen dürfen die Brücke nicht mehr befahren.
Fahrzeuge über 12 Tonnen dürfen die Brücke nicht mehr befahren. FOTO: Michèle-Cathrin Zeidler

Während der acht Monate dauernden Sanierung muss die Bahnstrecke zu mehreren Zeitpunkten gesperrt werden – insgesamt wird  drei bis vier Tage kein Zug unter der Brücke hindurch fahren. „Das Bauvorhaben ist sehr kompliziert und komplex, gerade wenn man nicht jeden Tag mit Brückensanierungen zu tun hat“, sagt Carmen Mönchinger. „Zum Glück haben wir in der Gemeinde aber nur diese eine Brücke.“

Bereits in der Brückenhauptprüfung im Jahr 2014 wurden die Schäden feststellt. Laut Gutachter ist an den Stirn- und Flügelmauern die Standsicherheit beeinflusst. Danach hatte die Gemeinde mehrere Varianten in der Diskussion: Komplettabriss, Sanierung und Begrenzung für den Verkehr. „Die Brücke wird von vielen Kerkwitzern genutzt“, weiß Carmen Mönchinger. Insbesondere die Anwohner würden sie auf ihrem Weg zur L46 befahren. Außerdem wird die Brücke als Teil des Radwanderweges touristisch genutzt. Auch die Kerkwirtzer hatten sich mit Unterschriften für den Erhalt des über 100 Jahre alten Bauwerkes eingesetzt. „Wir wollten die Brücke nicht abreißen, aber für eine Sanierung fehlte uns das Geld“, erklärt Peter Jeschke. Dies änderte sich erst durch einen Förderbescheid im April 2017. Als Sofortmaßnahme verhängte die Gemeinde trotzdem ein Fahrverbot für Fahrzeuge mit mehr als zwölf Tonnen. „Die Brücke ist aktuell nicht einsturzgefährdet“, betont Carmen Mönchinger. Auch bei einer weiteren Verzögerung der Maßnahme müssten sich die Kerkwitzer keine Sorgen machen.

„Vielleicht können wir im April mit der Sanierung starten“, hofft Peter Jeschke. Die Gemeinde kalkuliert mit Kosten in Höhe rund 428 000 Euro, davon sind 315 000 Euro Fördermittel des Landes Brandenburg zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in den Gemeinden. Der Eigenanteil von Schenkendöbern liegt bei 113 000 Euro. Dieser wird sich wahrscheinlich noch erhöhen, da es eine Auflage vom Fachbereich Umwelt des Landkreises Spree-Neiße gibt. „Wir müssen eine ökologische Baubegleitung durchführen“, erklärt Peter Jeschke.

Eigentlich sollte die Sanierung der Kerkwitzer Brücke bereits abgeschlossen sein, doch es gibt Probleme bei der Absprache mit der Deutschen Bahn. Der Bahnverkehr auf der Strecke muss für die Arbeiten zeitweise eingestellt werden. 
Eigentlich sollte die Sanierung der Kerkwitzer Brücke bereits abgeschlossen sein, doch es gibt Probleme bei der Absprache mit der Deutschen Bahn. Der Bahnverkehr auf der Strecke muss für die Arbeiten zeitweise eingestellt werden.  FOTO: Michèle-Cathrin Zeidler
Fahrzeuge über 12 Tonnen dürfen die Brücke nicht mehr befahren.
Fahrzeuge über 12 Tonnen dürfen die Brücke nicht mehr befahren. FOTO: Michèle-Cathrin Zeidler