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| 02:39 Uhr

Internationale Kohlebergbau-Gegner angekommen

Nikola Perusic (Serbien), Oleg Savitsky (Ukraine) und Rijad Tikvesa (Bosnien) sind zum Vernetzungstreffen angereist (v.l.).
Nikola Perusic (Serbien), Oleg Savitsky (Ukraine) und Rijad Tikvesa (Bosnien) sind zum Vernetzungstreffen angereist (v.l.). FOTO: lho
Kerkwitz. Seit Mittwoch ist auf dem Camp in Kerkwitz immer öfter auch Englisch zu hören. Das "European No Coal Network meeting" hat Gäste aus dem Ausland nach Kerkwitz gelockt. red/lho

Es ist ein Vernetzungstreffen der europäischen Kohlebergbau-Gegner. "Die Idee war, das Treffen dieses Mal mit einer lokalen Aktion zu verbinden", erzählt Christiane Hildebrandt. Sie hat es mitorganisiert.

"Es geht darum, mögliche Strategien und Erfahrungen auszutauschen", erzählt sie. Die Teilnehmer sind meist Mitarbeiter in Organisationen, die sich für Umweltbelange einsetzen. So auch Nikola Perusic. Er arbeitet in Serbien für die Organisation Cekor. In seiner Heimat, so erzählt er, leben Menschen in unmittelbarer Nähe zu Kohleabbaugebieten. Nur 50 bis 200 Meter sind manchmal zwischen Häusern und Abbaugebiet. Die Menschen würden so extrem belastet und würden noch nachts die Vibrationen des Kohleabbaus spüren.

Gemeinsame Aktionen zu starten sei in Serbien wegen der schlechten Infrastruktur nur schwer möglich. Er erzählt auch, dass es in Serbien nur einen Stromanbieter gibt. "Wir sehen auf Deutschland, weil die Menschen hier eine Wahl haben. Sie entscheiden, welchen Stromanbieter sie wollen", so der Serbe. Am Freitag um 19 Uhr findet im Vereinshaus, Kerkwitzer Hauptstraße, ein offenes Treffen der internationalen Aktivisten statt, bei dem man mehr über deren Situation erfahren kann. Seite 15