Für die im Industriegebiet Guben-Süd ansässigen Unternehmen soll der Preis fürs Trinkwasser ab 2020 deutlich sinken: von bisher 1,86 Euro pro Kubikmeter auf 1,48 Euro. Das kündigt Bürgermeister Fred Mahro (CDU) auf der jüngsten Sitzung des Wirtschaftsausschusses an. Die Trink- und Abwasserpreise seien ein wichtiger Punkt für die Wettbewerbsfähigkeit des Industriegebietes, weil viele der Produktionsprozesse „wasserlastig“ seien, wie er betont. Auch die Abwasserpreise sollen von aktuell 2,08 Euro pro Kubikmeter auf 2,02 Euro sinken. Lediglich die Gebühren für das Regenwasser steigen von neun auf zwölf Cent pro Kubikmeter an.

„Das Industriegebiet Guben-Süd gehört nicht zum GWAZ-Verbandsgebiet“, erklärt Mahro. Zuständig ist die Stadt Guben, die einen Betreibervertrag mit dem Gubener Wasser- und Abwasserzweckverband (GWAZ) abgeschlossen hat. Diese Konstellation ist ungewöhnlich und wird mit dem Weiterreichen von Fördermitteln an die Betriebe im Rahmen der Kalkulation begründet. Deshalb müssen die Stadtverordneten der jährlichen Gebührenkalkulation zustimmen.

Rund eine Million Kubikmeter Abwasser werden jährlich in der deutsch-polnischen Kläranlage in Gubin entsorgt, so Mahro. Ein Viertel davon komme aus dem Industriegebiet Guben-Süd. Die Entsorgungskosten liegen seinen Angaben zufolge aktuell bei 70 Cent pro Kubikmeter.

Mit den neuen Gebühren müssen die Unternehmen im Industriegebiet sogar weniger zahlen als die Gubener und Schenkendöberner Haushalte. Hier liegen die Preise für das Trinkwasser aktuell bei 1,68 Euro und für das Abwasser bei 3,05 Euro.