(red/js) In der Nähe von Pinnow hat die Polizei am Dienstagmorgen zwei Autos sichergestellt. Sie waren zunächst in einem Konvoi von drei Fahrzeugen unterwegs, als Beamte der Bundespolizei sie gegen 6.30 Uhr bei Lieberose kontrollieren wollten. Daraufhin trennten sich die drei Autos.

Wenig später entdeckten Polizisten einen Toyota mit laufendem Motor verlassen am Pinnower See. Einen Mazda entdeckten sie in einem Waldstück. Die beiden Autos waren– wie sich herausstellte – in der Nacht in Berlin gestohlen worden und wurden sichergestellt.

Polizeihubschrauber sucht drittes Auto

Das dritte Fahrzeug – vermutlich das sogenannte Lotsenauto – entkam zunächst. Ein Polizeihubschrauber wurde eingesetzt und kreiste bis zum Mittag über der Grenzregion. Der Einsatz laufe noch, teilte die Polizeidirektion am Nachmittag auf Nachfrage mit.

Zwei Verdächtige festgenommen

Zwei der vermutlichen Autoschieber konnte die Polizei im Zuge der Fahndung festnehmen. Einer wurde im Cottbuser Stadtgebiet im Zuge eines anderen Polizeieinsatzes gestellt. Die Bundespolizisten hatten eine entsprechende Personenbeschreibung durchgegeben.

Autoklau-Banden gehen arbeitsteilig vor

Dass Autoschieber versuchen, im Konvoi gestohlene Autos über die Grenze zu bringen, ist nicht neu. Üblicherweise fährt ein Lotsenfahrzeug voraus, um Polizeistreifen und Kontrollen aufzuklären. Ist der Weg frei, erfolgt das Signal an die Fahrer in den geklauten Autos. Diesmal allerdings ging der Plan nicht auf. Die geklauten Fahrzeuge wurden sichergestellt, die bestohlenen Halter informiert.

Generell zeichnen sich die Autoklau-Banden dadurch aus, dass sie arbeitsteilig und professionell organisiert sind. Späher, Diebe, Kuriere, Piloten, Logistiker – jeder hat im System der Kriminellen seinen Platz.