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| 01:00 Uhr

In 10 Minuten alles verspielt

Verbandsliga Männer TSG Lübbenau - Chemie Guben 29:21 Am Samstag reisten die Männer des SV Chemie Guben zum TSG Lübbenau. Dieser war als derzeitiger Tabellenzweiter klarer Favorit.

Dennoch hofften die Gubener, an die zuletzt gezeigten Leistungen anknüpfen und wenigstens einen Punkt aus fremder Halle mitnehmen zu können.
Doch schon zu Beginn merkte man die Nervosität auf Seiten der Gubener. Statt ruhig das Spiel aufzubauen, wurde zu oft versucht, mit schnellen Aktionen die Deckung der Lübbenauer aufzubrechen. Daraus resultierten zu viele und zu schnelle Ballverluste. Der Gastgeber konnte sich sehr schnell mit 4:2 absetzen.
Erst nach einigen Minuten gelang es den Chemikern, sich immer besser einzustellen und ihrerseits sich bietenden Möglichkeiten zu nutzen. Chemie verkürzte bis auf 5:4. Dann verlor die Mannschaft für einige Minuten völlig den Faden. Immer wieder scheiterte sie am gegnerischen Keeper.
Vor allem die mangelnde Chancenverwertung verhalf den Lübbenauern zum Ausbau ihres Vorsprunges. Selbst vom Sieben-Meter-Punkt konnte der Ball nicht im gegnerischen Gehäuse untergebracht werden. Die Spreewaldstädter zogen bis auf 9:4 davon.
Nach mehr als 20 Minuten kam Chemie richtig in Fahrt. Vor allem die Abwehr stand nun besser. Auch Yves Kötteritzsch zwischen den Pfosten bot eine gute Leistung. Mit großer Anstrengung und teilweise sehenswerten Spielzügen im Angriff wurde der Abstand immer weiter verkürzt. Ein wirklicher Klassenunterschied war nicht mehr sichtbar.
Folgerichtig erkämpfte Chemie kurz vor dem Pausenpfiff den wohlverdienten Ausgleich zum 10:10. Beide Seiten zeigten dann ansprechenden Handball. Beiden Seiten gelangen noch einige Tore, aber der Rückstand von 11:12 zur Pause zeigte deutlich, dass in dieser Liga jeder mithalten kann.
Was in den zehn Minuten nach Wiederanpfiff geschah, ist unerklärlich. Den Gubenern gelang nichts mehr. Entweder warfen sie die Bälle gleich weg oder scheiterten. Die Lübbenauer nutzten diese Schwächephase der Gubener eiskalt. Das Torewerfen wurde ihnen leicht gemacht. Daraus resultierte der Abstand von 19:12.
Die Partie war bereits Mitte der zweiten Hälfte entschieden. Chemie kam zwar immer wieder gefährlich vor das gegnerische Tor, es mangelte am Abschluss. Trotz des deutlichen Rückstandes wurde weiter versucht, das Ergebnis in erträglichem Rahmen zu halten. Dem Acht-Tore-Abstand lief man hinterher. Selbst wenn wieder zwei Tore aufgeholt wurden, bekam man prompt wieder ein Tor eingeschenkt.
So verlor Chemie doch deutlich und wohl auch in der Höhe verdient mit 29:21. (tw)