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| 13:38 Uhr

Veranstaltung
Hutmode und altes Handwerk

Antje Röschmann zeigt, wie man mittels Spinnrad in früheren Zeiten Garn herstellte.
Antje Röschmann zeigt, wie man mittels Spinnrad in früheren Zeiten Garn herstellte. FOTO: Ute Richter
Guben. Verein Gubener Tuche und Chemiefasern sowie Industriemuseum starten Aktionen zur Museumsnacht.

Unter dem Motto „Aus dem Hut gezaubert“ hat in diesem Jahr die Gubener Museumsnacht gestanden. Zahlreiche Aktionen für deutsche und polnische Kinder, Jugendliche und Erwachsene hatten die Museumsmitarbeiter vorbereitet.

Für die jüngsten Besucher fand auf der Appelfestbühne eine Zaubershow statt. Wer ein bisschen Ruhe vom Festtrubel brauchte, konnte im Stadt- und Industriemuseum an einer Bastelstation kreativ werden. Ein Karrikaturist zeichnete Bilder der Besucher mit Hüten von der Hutprobierstation im Industriemuseum.

Gubener Gymnasiasten unterstützten in diesem Jahr die Museumsnacht, indem sie in der antiken Gubener Straßenbahn auf dem Festgelände virtuelle Stadtrundfahrten anboten und begleiteten. Haltestellen des alten Guben wurden dabei „angefahren“ und Interessierten erklärt. Die aktuelle Ausstellung „Glockenhut, Schiebermütze, Filzkappe und Co“ konnte besucht werden. Bei einer Hutmodenschau wurden sowohl polnische als auch deutsche Hutmodelle präsentiert.

Geöffnet hatte im Rahmen der Museumsnacht auch die Ausstellung des Gubener Tuche und Chemiefasern e.V. in den Ausstellungsräumen unter der Musikschule. Auch dort kamen zahlreiche Besucher vorbei. Der Verein ist Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Museenland und thematisierte in diesem Jahr „Tuchmacherei von einst“.

An drei Stationen war die Tuchherstellung mittels Webstuhl, Spinnrad und per Film zu erleben. Antje Röschmann hatte sowohl ein Spinnrad, aber auch Handspindeln mitgebracht. Sie zeigte ganz genau, wie einst erst Fäden und später daraus Wolle hergestellt wurde. Auch Wolle unterschiedlichster Tierarten hatte sie dabei.

Bei der Präsentation am Webstuhl wurde die Herstellung von großflächigen Stoffen gezeigt. Extra für diesen Tag wurde der Webstuhl, der Teil der  ständigen Ausstellung der Gubener Tuche und Chemiefasern e.V. ist, instand gesetzt. Natürlich bestand auch die Möglichkeit, sich die Ausstellung über die Herstellung von Tuchen und Chemiefasern in Guben anzuschauen.

(utr)