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| 02:37 Uhr

Hübner sieht mit Fraktionsallianz "Grenzen überschritten"

Guben. Fünf von sechs Fraktionen des Gubener Stadtparlaments haben sich knapp zwei Wochen vor der Stichwahl ums Bürgermeisteramt ausdrücklich für die Linke-Kandidatin Kerstin Nedoma ausgesprochen. Das primäre Ziel der "Allianz für Guben": eine Wahl des vorbestraften Ex-Bürgermeisters Klaus-Dieter Hübner (FDP) soll verhindert werden. Daniel Schauff

Hübner selbst sieht die gemeinsame Wahlempfehlung der Fraktionen als "kritisch". "Ich glaube schon, dass hierbei Grenzbereiche der aktiven Wahlbeeinflussung, aus einem gewissen Machtstreben heraus, überschritten werden", so der FDP-Kandidat auf Nachfrage. Man vergesse offenbar, dass der Bürger eine für sich ausgewogene und anerkannte Entscheidung in der Stichwahl treffen könne und wolle, so Hübner weiter. Es sei wohl einmalig, dass sich die einzelnen Fraktionen "ihren passenden und genehmen Bürgermeister" aussuchten und versuchten, diesen Willen der Fraktionen beim Bürger einzufordern.

Zumindest in Guben hat es eine gemeinsame Wahlempfehlung von fünf Parteien und Wählergruppen noch nicht gegeben. Einfach sei die Entscheidung einer Wahlempfehlung nicht gefallen, sagte Frank Kramer, Vorsitzender der Fraktion "Wir Gubener Bürger". Einig sei man sich vor allem gewesen, was man nicht wolle, so Frank Müller (SPD).