Hübner selbst sieht die gemeinsame Wahlempfehlung der Fraktionen als "kritisch". "Ich glaube schon, dass hierbei Grenzbereiche der aktiven Wahlbeeinflussung, aus einem gewissen Machtstreben heraus, überschritten werden", so der FDP-Kandidat auf Nachfrage. Man vergesse offenbar, dass der Bürger eine für sich ausgewogene und anerkannte Entscheidung in der Stichwahl treffen könne und wolle, so Hübner weiter. Es sei wohl einmalig, dass sich die einzelnen Fraktionen "ihren passenden und genehmen Bürgermeister" aussuchten und versuchten, diesen Willen der Fraktionen beim Bürger einzufordern.

Zumindest in Guben hat es eine gemeinsame Wahlempfehlung von fünf Parteien und Wählergruppen noch nicht gegeben. Einfach sei die Entscheidung einer Wahlempfehlung nicht gefallen, sagte Frank Kramer, Vorsitzender der Fraktion "Wir Gubener Bürger". Einig sei man sich vor allem gewesen, was man nicht wolle, so Frank Müller (SPD).