Es sei wohl einmalig, dass sich einzelne Fraktionen "ihren passenden und genehmen Bürgermeister" aussuchten und versuchten, diesen Willen beim Bürger einzufordern. Man vergesse offenbar, dass der Bürger eine eigene, für sich ausgewogene und anerkannte Entscheidung in der Stichwahl treffen könne und wolle, so Hübner gegenüber der RUNDSCHAU.

Am Dienstagabend hatten fünf der sechs Fraktionen im Gubener Stadtparlament ihre Unterstützung für die Linke-Kandidatin bekanntgegeben. Ziel der "Allianz für Guben" ist es, die Wahl des wegen Bestechlichkeit und Untreue vorbestraften Ex-Bürgermeisters Hübner in der Stichwahl am 17. Juli zu verhindern. Im ersten Wahlgang war Hübner auf 47,4 Prozent der Stimmen gekommen, Kerstin Nedoma erreichte 28,7 Prozent.