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| 13:17 Uhr

Zu wenig Platz
Hortproblem in Guben soll mit Umbau gelöst werden

Die Elternkonferenz in der Friedensschule im Februar hatte sich einen Neubau gewünscht.
Die Elternkonferenz in der Friedensschule im Februar hatte sich einen Neubau gewünscht. FOTO: Michèle-Cathrin Zeidler
Guben. Varinate mit der Schulstraße 8 ist beschlossen: Während die Hortleiterin zufrieden ist, hatte der Schulleiter eine andere Vision. Von Michèle-Cathrin Zeidler

Monatelang wurde in Guben über die dringend benötigte Erweiterung der Hortkapazitäten an der Friedensschule diskutiert. Nach dem Auslaufen der Sondergenehmigung am 31. August für die Doppelnutzung in der Friedensschule fehlen hier 88 Hortplätze. Die Stadtverordnetenversammlung hat sich nun mehrheitlich für einen Umbau der Schulstraße 8 ausgesprochen.

„Für uns ist das die perfekte Lösung“, so Hortleiterin Rita Krödel auf RUNDSCHAU-Nachfrage. Diese Variante sei ihr Wunsch gewesen, da sie sich am einfachsten umsetzen lasse. Bereits heute sitzt der Hort Friedensschule in der Schulstraße 6. „Mit einem Durchbruch auf jeder Etage zur Schulstraße 8 bekommen wir die benötigten Räume und hätten unsere Dritt- bis Sechstklässler alle an einem Standort“, erklärt Rita Krödel. Die Erst- und Zweitklässler verbleiben am Standort Poetensteig  in der Alte Poststraße 50. Diese Trennung findet die Hortleiterin gut, denn bei den größeren Kindern seien die Verhaltensweisen teils gröber. „Die Notlösung im Keller der Schule war nicht schön“, räumt die Hortleiterin ein. „Umso mehr freuen wir uns nun auf die neuen Räume.“

Frank Müller, der Schulleiter der Friedensschule, ist hingegen mit der Lösung nicht zufrieden. „Meine Vision war eine andere“, sagt er. „Ich hätte für die Kinder weiter in die Zukunft gedacht.“ Die Elternvertreter und der Schulleiter hatten auf einen Neubau oder Anbau gehofft. „Dadurch hätten wir an einem Standort in der Altstadt die Kita, den Hort und die Schule vereint.“ Mit dem Umbau der Schulstraße 8 werde nur kurzfristig „der Brand im Hort gelöscht“. Die Bedingungen in der Friedensschule verbessern sich dadurch nicht. Dabei kritisiert die Schule seit Jahren, dass die Räume zu klein sind. Außerdem fehle eine Aula und der Schulhof sei auch zu klein.

Auch unter den Stadtverordneten gibt es Kritiker. „Diese Lösung ist zu kurz gesprungen“, findet Steffen Buckel-Ehrlichmann (Die Linke). Seine Partei hätte eine Erweiterung in der Alten Poststraße präferiert, da für den Umbau der Schulstraße 8 in Mietverträge eingegriffen wird: „Das finden wir nicht gut.“ Außerdem fehlt ihm weiterhin eine „richtige“ Schulbezirkssatzung. Erst im Dezember hatten die Stadtverordneten entschieden, auch künftig keine Schulbezirke in der Neißestadt festzulegen. „Mit dem Beschluss ist die Diskussion über die Hortkapazitäten abgeschlossen“, so Bürgermeister Fred Mahro. Die Diskussion über die Schulbezirkssatzung werde aber weiter fortgesetzt.