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Hortausbau läuft auf Hochtouren

Planer Matthias Bärmann und Steffi Wander, Projektverantwortliche der Stadt, schauen auf der Baustelle gemeinsam in die Pläne. Unter der Aula setzt Jörg Krüger von Wenke-Bau in Tauer Stein auf Stein.
Planer Matthias Bärmann und Steffi Wander, Projektverantwortliche der Stadt, schauen auf der Baustelle gemeinsam in die Pläne. Unter der Aula setzt Jörg Krüger von Wenke-Bau in Tauer Stein auf Stein. FOTO: Halpick
Guben. Der Hortausbau an der Corona-Schröter-Schule läuft auf Hochtouren. Die Bodenplatte für den Anbau ist gegossen, unter der Aula werden neue Wände hochgezogen. Rund 1,6 Millionen Euro investiert die Stadt Guben, um mehr Platz für die rund 170 Hortkinder zu schaffen. Silke Halpick

Im Rückwärtsgang fährt der Betonmischer auf die abgesperrte Baustelle direkt an der Corona-Schröter-Schule. Die Bodenplatte für das Kellergeschoss wird gegossen und muss nun aushärten. Danach geht es Stockwerk für Stockwerk in die Höhe. Über drei Etagen soll sich der Anbau am Südgiebel der Grundschule erstrecken. Unter der Aula werden bereits die Wände hochgezogen. Auch hier soll mehr Platz für die Hortkinder der Einrichtung geschaffen werden.

"Wir liegen im Zeitplan", sagt Matthias Bärmann vom Gubener Ingenieurbüro Bärmann + Partner. Das Unternehmen hat die Umbaupläne entworfen und ist auch für die Bauüberwachung zuständig. "Der Baubeginn zwei Tage vor Weihnachten war denkbar ungünstig", räumt er ein. Doch trotz winterlicher Temperaturen und Schichtwasser in der Baugrube, das zunächst abgepumpt werden musste, wird der Übergabetermin am 30. Juni 2015 eingehalten. Das verspricht Bärmann.

Die pünktliche Fertigstellung ist enorm wichtig. Denn in den kommenden Sommerferien soll der Hort der Corona-Schröter-Schule hier wieder einziehen. Im Augenblick müssen die Kinder nach Unterrichtsschluss ins Ausweichquartier im Haus 1 der Europaschule wechseln. Frühhort und Mittagsband laufen hingegen im Schulgebäude.

"Das ist keine einfache Situation", bestätigt Kerstin Leutert-Glasche, Geschäftsführerin des Hauses der Familie (HdF). Die Einrichtung ist der Träger des Hortes. "Manche Erzieherin pendelt dreimal täglich zwischen Schule und Hort und fehlt uns in dieser Zeit als Betreuungskraft", begründet sie. Deshalb freut sich die HdF-Chefin auch schon heute auf die "deutlich verbesserten Bedingungen" für die insgesamt 170 Hortkinder nach dem Umbau.

Bauherr für das Millionen-Projekt ist die Stadt Guben. Rund 1,6 Millionen Euro werden in die Erweiterung der Horträume an der Corona-Schröter-Grundschule investiert. 80 Prozent davon sind Fördermittel aus dem Bund-Länder-Programm "Stadtumbau Ost". Mit einem Anteil von einem Drittel sitzt die Stadt auch hier im Boot.

Bereits im September 2014 hatten die Gubener Stadtverordneten mit ihrem Beschluss den Weg frei gemacht für den Umbau der Horträume in der Corona-Schröter- sowie in der Friedensschule. Im Vorfeld war lang und breit über die Notwendigkeit der Investitionen mit Blick auf die demografische Entwicklung diskutiert worden. Zahlreiche Varianten lagen auf dem Tisch. Darunter war auch die Idee, dass Europa- und Corona-Schröter-Schule ihre Gebäude komplett "tauschen". Doch dieser Vorschlag war schnell wieder vom Tisch.

Fakt ist, dass der Platz für die Hortkinder an beiden Gubener Grundschulen nicht ausreicht. Mindestens drei Quadratmeter müssen pro Kind zur Verfügung stehen. Das war in der Vergangenheit durch doppelt genutzte Räume nicht gegeben. Der Hortbetrieb in beiden Einrichtungen lief in den vergangenen Jahren nur noch mit Sondergenehmigung des Landesjugendamtes.