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| 17:29 Uhr

Eisenhüttenstdt
Honeckers frühe Jahre unter die Lupe genommen

Eisenhüttenstadt. Buch wird in Eisenhüttenstadt vorgestellt.

Der Autor des Buches „Erich Honecker – Das Leben davor  1912 - 1945“ wird am Donnerstag, 23. November, im Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR zu Gast sein. Darauf weist Axel Drieschner, der Kurator des Zentrums, hin. Prof. Dr. Martin Sabrow vom Zentrum für zeithistorische Forschung Potsdam / Humboldt Universität Berlin beschreibt in seinem Buch die unbekannten Jahre des Erich Honecker, dessen kommunistische Musterbiographie ihm der Parteiapparat maßgeschneidert hatte. Martin Sabrow zeigt auf der Grundlage zahlreicher unbekannter Quellen, welche überraschenden Brüche und Nebenwege das Leben des saarländischen Jungkommunisten prägten. Honecker sei von frühester Kindheit an fest im kommunistischen Milieu des Saarlands verwurzelt, und doch war er als Teenager auch offen für neue Orientierung. Er fuhr nach Pommern, um Bauer zu werden, kehrte für eine Dachdeckerlehre in die Heimat zurück, studierte an der Parteihochschule in Moskau und ging 1933 in den Widerstand. Erstmals werden diese Stationen detailliert nachgezeichnet. Sie eröffnen Ausblicke, etwa auf Honeckers enges Verhältnis zu Herbert Wehner oder seine Beteiligung an einem Terroranschlag. 1935. Der Autor ging der frage nach, was Honecker monatelang in Paris machte, wie es zu seinem konspirativen Einsatz in Berlin und wie zu seiner Verhaftung kam. Von Rätseln umrankt war bisher auch, wie es Honecker gelang, wenige Wochen vor Kriegsende zu fliehen und unbehelligt ins Gefängnis zurückzukehren. Die Jugendbiographie endet im Mai 1945, als Honecker eher zufällig Zugang zu Ulbricht fand.

Die Lesung beginnt um 18 Uhr; Eintritt vier Euro (bis 18 Jahre frei), Anmeldung wird empfohlen (info@alltagskultur-ddr.de oder  Telefon 03364 417355).