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| 19:31 Uhr

Historienmarkt
Mit Schmiedefeuer und Musketier-Uniform

 Apfelkönigin Simone Klotz entpuppt sich als wahres Naturtalent beim Zinnschaugießen.
Apfelkönigin Simone Klotz entpuppt sich als wahres Naturtalent beim Zinnschaugießen. FOTO: LR / Lisa Schmutze
Guben. Historienmarkt in Guben hat in seiner zweiten Auflage mehr Besucher und mehr Aussteller.

(lis) Zum 2. Deutsch-Polnischen Historienmarkt hat die Stadt Guben zusammen mit Stadtwächter Andreas Peter in die Alte Färberei eingeladen. Fand der erste Markt noch im Mai statt, hatte man nun auf den Februar gesetzt. „Die Veranstaltung wächst. Schon zur Öffnung um 10 Uhr standen hier viele Besucher“, erzählt Angi Halko von der Stadt. Sie alle wollten die Vielfalt der Niederlausitzer Geschichte zwischen Mittelalter und DDR-Zeit beiderseits der Neiße miterleben. Sie wurden nicht enttäuscht. Denn viele Standbetreiber hatten sich in Gewänder geworfen und präsentierten wahre Geschichten.

 Christoph Malcherowitz vom Historischen Verein Peitz hatte sich eine maßgeschneiderte Musketier-Uniform aus dem Dreißigjährigen Krieg übergestreift. Er war das zweite Mal mit seinem Verein in Guben dabei. „Schön, dass heute noch mehr verkleidete Menschen, die frühere Zeitepochen darstellen, dabei sind. So vereint sich Historie, und die Besucher haben was zum Anschauen und können sich in frühere Zeiten zurück versetzen“, so Malcherowitz. An seinem Stand konnten die Besucher selbst Hand anlegen beim Zinnschaugießen. Auch Apfelkönigin Simone Klotz versuchte ihr Glück und scheint ein wahres Naturtalent zu sein.

 Waren es 2018 noch 16 Aussteller, so warteten in diesem Jahr 22 Vereine und Interessengemeinschaften auf die Besucher. Sie präsentierten historisches Spielzeug und Geschirr, gaben Einblicke in Stadt- und Vereinsgeschichten, präsentierten historische Tänze, Mahlzeiten, Literatur, Landkarten und Fotos. Vor der Alten Färberei zeigte ein polnischer Verein altes Handwerk. Die Besucher konnten bei Schmiedearbeiten zuschauen. „Ich freue mich, dass das Interesse nicht nur bei den Besuchern, sondern auch bei den Ausstellern und Mitgestaltern da ist“, so Mitinitiator Andreas Peter.

 Auch Buchpräsentationen und Vorträge wie über die „Colonia Dignidad“ des Ehepaares Hagen und Heike Rittel aus Spremberg oder die Ausführungen von Pfarrer Uwe Aschenbrenner zum katholischen Feiertag Maria Lichtmess kamen bei den Besuchern des Historienmarktes gut an.