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| 02:36 Uhr

Hilfe im Alltag für pflegende Angehörige

Stefanie Barth (l.) und Andrea Roll vom Gerontospychiatrischen Verbund Cottbus/Spree-Neiße eröffneten die Kurse "Hilfe beim Helfen".
Stefanie Barth (l.) und Andrea Roll vom Gerontospychiatrischen Verbund Cottbus/Spree-Neiße eröffneten die Kurse "Hilfe beim Helfen". FOTO: utr1
Guben. Unter dem Motto "Hilfe beim Helfen" hat am Montag eine Schulungsreihe des Gerontopsychiatrischen Verbundes Cottbus/Spree-Neiße in Zusammenarbeit mit der Pflegekasse der Barmer Cottbus und dem Kompetenzzentrum Demenz für das Land Brandenburg begonnen. In acht Veranstaltungen erhalten pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz in der Sozialstation der Volkssolidarität (VS) Spree-Neiße Anleitung zur Selbsthilfe. utr1

Die Seminare, die ausschließlich für betroffene Angehörige und Bekannte gedacht sind, werden sich mit dem Thema Demenz, der Alzheimer-Krankheit und dem Umgang mit ihnen beschäftigen.

Als Erstes erfuhren die Betroffenen "Wissenswertes über Demenzerkrankungen - insbesondere die Alzheimer-Krankheit" von Stefanie Barth und Andrea Roll vom Gerontopsychiatrischen Verbund. Über 1,5 Millionen Menschen sind derzeit in Deutschland an Demenz erkrankt - Tendenz steigend. "Das ist auch für die Angehörigen eine schwierige und belastende Zeit. Sie übernehmen mit der Pflege eine verantwortungsvolle und anspruchsvolle Aufgabe", wissen die Fachfrauen. Oft bedeute das Rund-um-die-Uhr-Betreuung. In der Vorstellungsrunde zeigte sich, dass das vorrangige Thema für die meisten Angehörigen der Umgang mit dem nahestehenden, zu pflegenden Familienmitglied ist. Vom Austausch untereinander gepaart mit den Informationen der Fachleute versprechen sich die Teilnehmer eine Erleichterung und einen besseren Umgang mit ihren an Demenz erkrankten Angehörigen.

Ging es am Montag vor allem darum, was die Krankheit bedeutet und wie sie entsteht, wird sich die zweite Veranstaltung am 30. Januar damit beschäftigen: Was ändert sich durch die Erkrankung und wie kann ich damit umgehen? Aber auch um rechtliche, ethische und finanzielle Fragen wird es in der Schulungsreihe gehen. "Wir geben Tipps und Hinweise aus fachmännischer Sicht", so Stefanie Barth. "Wir möchten den Angehörigen gern helfen, dass der Alltag im Umgang und in der Betreuung ihrer Familienangehörigen etwas leichter wird, denn oft verzweifeln Leute an der Vergesslichkeit ihrer Mutter, ihres Vaters, ihrer Frau … Wir zeigen ihnen Möglichkeiten auf, um den Alltag vor allem für die Angehörigen entspannter zu bewältigen", führt sie fort.