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Spree-Neiße
Hilfe für vier Seen bei Guben soll jetzt konkret werden

Guben. Bis Ende März soll eine Arbeitsgruppe die Zielwasserstände  in den Gewässern definieren.

Eine Arbeitsgruppe soll in den kommenden acht Wochen alle bisherigen Informationen zusammentragen und klar festlegen, welche Zielwasserstände für  Pastlingsee, Großsee, Pinnower See und Kleinsee verbindlich sein sollen. Parallel werde ein Maßnahmeplan erstellt, der festlegen soll, wie diese Wasserstände langfristig auch gehalten werden können, informierte das Umweltministerium über die Ergebnisse eines Gesprächs, an dem diese Woche Vertreter der Landesämter für Umwelt und für Bergbau ebenso teilnahmen wie Vertreter des Bergbauunternehmens Leag. Daten gebe es auf allen Seiten genug, wie Ministeriumssprecher Jens-Uwe Schade betonte. Neu sei aber, dass alle Beteiligten am Tisch einen zunehmenden bergbaulichen Einfluss auf die Seen mit Fortschreiten des Tagebaus bestätigen und sich in einer Arbeitsgruppe gemeinsam über Ziel und Maßnahmen verständigen und Geld dafür zu Verfügung stellen wollen.

Welche Wege genutzt werden, um die Seen langfristig zu erhalten, soll parallel zu den Zielhöhenvorgaben erörtert werden. Allerdings sei ein konkreter Maßnahmeplan nicht bereits Ende März realistisch, so Schade. Man wisse aber sehr genau um die Erwartungshaltung in der Region, so Schade: „Wir wollen nicht weitere Zeit verstreichen lassen.“ Der finanzielle Umfang werde sich aus den Maßnahmen ergeben, die von einer zusätzlichen Einleitung von Wasser bis zur Errichtung von Barrieren unterschiedlichster Art an den betroffenen Gewässern reichen könnten.

An allen Seen wurden in den vergangenen Jahren ein teilweise erheblicher Rückgang des Wasserstandes verzeichnet. Als vor kurzem noch Vertreter des Landesumweltamtes davon sprachen, dass der Tagebau Jänschwalde eine maßgebliche Ursache für den Rückgang der Wasserstände sei, hatte dass Bergbauunternehmen  einen Zusammenhang zum Wasserverlust in Pinnower See, Großsee und Kleinsee anging noch ausgeschlossen.  Auswirkungen seien aber künftig sehr wahrscheinlich, räumte ein Leag-Sprecher am Freitag ein. Der Aussage, dass mit dem Forstschreiten des Tagebaubetriebs ein zunehmender bergbaulicher Einfluss auf die Seen zu erwarten sei, wird von Unternehmensseite nicht widersprochen. Die Zielwasserstände sollen sowohl die jeweiligen ökologischen Erfordernisse beachten als auch  Klima-Daten berücksichtigen.