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Guben
Heimatkalender wird wieder zum Verkaufsschlager

Die leitende Redakteurin Gerlinde Winter stellte im Beisein ihrer Redaktionskollegen (erste Reihe) die neue Ausgabe des Gubener Heimatkalenders in der Bibliothek vor.
Die leitende Redakteurin Gerlinde Winter stellte im Beisein ihrer Redaktionskollegen (erste Reihe) die neue Ausgabe des Gubener Heimatkalenders in der Bibliothek vor. FOTO: Ute Richter
Guben. Die druckfrische Ausgabe wurde am Montagnachmittag in Guben vorgestellt.

Die druckfrische Ausgabe des mittlerweile 62. Jahrganges des Gubener Heimatkalenders ist  am Montagnachmittag in der Gubener Bibliothek vorgestellt worden. Unter dem Dach des Gubener Heimatbundes arbeitet ein sechsköpfiges Redaktionsteam jährlich daran, dass Geschichte in den Köpfen lebendig gehalten wird. Sie verbinden aber auch die Geschichte mit der Gegenwart und schauen in die Zukunft.

Und das jährliche Werk soll erinnern. Erinnern in diesem Jahr beispielsweise an Gerhard Gunia, der schon zu Lebzeiten eine Legende in Sachen Gubener Geschichte war. Ihm ist ein Nachruf gewidmet. Erinnert wird auch an Dietwald Kriegel, der über viele Jahre den Seniorenchor der Volkssolidarität leitete. Ihr 30-jähriges Jubiläum feiert die Sangesgemeinschaft der Volkssolidarität im kommenden Jahr. Erinnert wird auch an die letzte Diakonisse  Adelheid Hahn, die im Februar 2017 starb.

Geistiger Vater des Gubener Heimatkalenders ist der in Potsdam lebende Prof. Dr. habil. Heinz-Dieter Krausch. Er wird  90 Jahre alt und bereicherte und bereichert auch weiterhin zahlreiche Ausgaben mit interessanten Darstellungen aus der Flora der Lausitz.

Zeichnungen von Klaus Janck zieren das Kalendarium des diesjährigen Gubener Heimatkalenders. Redaktionsleiterin Gerlinde Winter dankte den zahlreichen Autoren und den Fotografen, die jede Ausgabe zu etwas ganz Besonderem machen.

So gibt es in der aktuellen Ausgabe endlich auch die Rubrik „Natur und Landschaft“. Darin findet man zum Beispiel „Fische unserer Heimat“ von Frank Schwirner. Das Redaktionsteam freute sich 2017 auch über etliche neue Autoren, so wie Pfarrer i. R. Mathias Berndt. Er schreibt über das Reformationsjubiläum. Oder Kathrin Lieske, die über zehn Jahre Netzwerk Gesunde Kinder in Guben berichtet. Aber auch über das 100-Jubiläum der Firma Wilke oder die Stellmacherei Sturm erfahren die Leser viel Neues im neuen Heimatkalender.

Dass der Heimatkalender auch für die jungen Leute in der Stadt interessant ist zeigt, dass auch in diesem Jahr wieder ein Schüler des Pestalozzi-Gymnasiums einen Beitrag für den Heimatkalender beisteuerte. Sebastian Matschke berichtet darin von der Aktion Tagwerk an seiner Schule.

Es gibt also allerhand Spannendes im neuen Heimatkalender zu entdecken. Dass das Interesse an diesem 120 Seiten umfassenden Gubener Druckerzeugnis ungebrochen hoch ist, zeigte sich am Montagnachmittag bei der Präsentation an den vielen interessierten Besuchern. Im Anschluss gingen zahlreiche Exemplare weg, wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln. Heidelinde Fabig vom Gubener Heimatbund dankte den Machern des Heimatkalenders für ihre zeitintensive Arbeit.